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Ganz einfach: Hanger vs. Hafenecker

Bei einem U-Ausschuss wie zur Causa Pilnacek spielen die Fraktionsführer der Parteien bestimmte Rollen. In der ZiB2-Zwischenbilanz war das gut zu beobachten.
Peter Temel

H. u. H. aus dem Pilnacek-U-Ausschuss saßen am Mittwoch bei einer vorsommerlichen Zwischenbilanz im ZiB2-Studio. Wären die Rollen dabei nicht ohnehin längst vergeben, so hätten Christian Hafenecker (FPÖ) und Andreas Hanger (ÖVP) in einem Casting wieder voll überzeugt. Bei Hafeneckers Vorwurf, die Gewaltentrennung nicht so ernst zu nehmen, sprang Hanger dazwischen: „Jetzt tut er wieder Wuchteln schmeißen.“ Einmal sagte er: „Hast du das auch verstanden?“

So entstand ein Paradoxon: Hanger war zwar überzeugt davon, dass der Ausschuss eine „Farce“ und "Steuergeldverschwendung" sei, weil bisher nichts Belastendes herausgekommen sei, trug das jedoch ziemlich aufgeregt vor. Dabei könnte er in dieser Situation doch relativ entspannt sein.

Hafenecker gab eher den Ruhigen, blieb bei der formellen Anrede "per Sie" und ließ Hanger kommen. Nur einmal wurde er persönlich:"Sie hauen gerade die Nerven weg."

Als er gefragt wurde, ob es irgendeinen Hinweis auf politischen Einfluss in der Causa gebe, antwortete Hanger überhaupt gleich für ihn: „Nein! Kannst Nein sagen, Hafi, ganz einfach.“ 

Armin Wolfs Hinweis auf eine längere Version auf ORF On klang da wenig verlockend.

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