Lieber shredden mit den Homies

Den Spirit bei den Freestylern wirklich zu verstehen, dazu braucht es wohl mehr als alle vier Jahre Olympia zu schauen.
Peter Temel
Lieber shredden mit den Homies

Olympia gibt’s nur alle vier Jahre. Daraus beziehen die Spiele ihre Faszination. Die meisten Österreicher müssen sich auch nur alle vier Jahre mit Begriffen wie „Switch Left Tail Butter Triple Cork 2160“ beschäftigen. Mit einem solchen sprang Ski-Freestyler Matěj Švancer in Livigno zu Big-Air-Bronze. Selbst „Freestyle-Professor“ Christian Scheidl konnte im ORF nicht erklären, warum zwei Kollegen noch höhere Wertungen erhielten, obwohl Švancer in Lauf 2 sogar einen noch nie gezeigten „Hand Drag“ einstreute. Als gelernter Österreicher hatte man schon eine „Goldene“ gerochen. 

Erst später klärt Švancer auf: Mac Forehand z.B. fuhr den selben Trick in Lauf 3 nicht verkehrt („Switch“) an wie er, sondern von vorn. 

Dass dies schwieriger sein soll, darauf muss ein Laie erst mal kommen. Aber schließlich sei Freestyle „kein Sport, sondern eine Kunstform“, sagt er. 

Ob Olympia das Größte sei? 

Nein, meint Švancer: „Mit den Homies shredden.“

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