Gute Kuh: Landkrimi bei Diagonale
Die ORF-Premieren waren lange Zeit ein eigenartiger Fremdkörper im Programm des Diagonale-Filmfestivals, wo so manch cinephiler Besucher bis in die Nullerjahre die Nase rümpfte, wenn dort auch Fernsehfilme gezeigt wurden.
Stand man aber nun vor der Premiere des Kärntner Landkrimis „Die Kuh, die weint“ von Andreas Prochaska auf dem Grazer Mehlplatz, zeigte sich, was sich seither getan hat: eine lange Schlange von Festivalbesuchern, die auf Restkarten hofften. Und man sah einen Film, der sich auch auf der Kinoleinwand gut schlägt. Dabei war die Ankündigung im Saal, dass es jetzt um „unglücklich gelaufene Zuneigungen“ gehe, eine kleine Schrecksekunde – weil man derzeit beim Stichwort ORF reflexartig an Affären und Missstände denkt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass zusammen mit den heimischen Kreativen auch viel Mutiges und Gutes produziert wird – siehe aktuell auch „Braunschlag 1986“.
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