Labubuisierung

Filme und Serien, die die Vermarktung von Spielzeug ankurbeln, wird es bald auf Knopfdruck geben. Meist weiß man, was man kriegt.
Michael Huber
CHINA-LIFESTYLE-TOY-LABUBU

Vergangene Woche gab der chinesische Spielzeughersteller PopMart bekannt, dass zur Trendfigur Labubu ein eigener Spielfilm gedreht werden soll. Das ist so traurig, wie es logisch ist: Filme oder TV-Serien sind im Kontext der heutigen Unterhaltungsindustrie einfach weitere Zahnrädchen, die reibungsfrei und idealerweise beschleunigend im Getriebe verschiedenster Produkte zu funktionieren haben. Den niedlich-grimmigen Labubus (wenn Sie die Dinger mit Monchichis verwechseln, sind Sie alt!) ist dazu noch ein Glücksspiel-Element eingebaut, man kriegt sie nur in Überraschungsboxen und kennt die genaue Variante nicht.

Was die Verfilmung angeht, ist zu erwarten, dass bald viel mehr solcher Nummer-sicher-Unterhaltungsangebote von KIs ausgespuckt werden. Wir werden uns noch nostalgisch an den Film „Barbie“ erinnern – die kreative Ausnahme, die die Regeln des Spielzeugfilms bestätigte.

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