Konferenzmodus (II)

Rosamunde Pilcher: Einspruch für die Liebe
Viele TV-Serien sind nicht zeitgleich sehbar, aber doch vorhersehbar. Ein Moderationsformat aus dem Sport könnte Abhilfe schaffen.
Michael Huber

Michael Huber

Zuletzt war hier die Rede davon, dass die Konferenzschaltung bei parallel laufenden Champions-League-Spielen (etwa auf Sky) zwar effizient, aber auch anstrengend ist: Es gibt einfach schon zu viele Konferenzen und Ereignisse, die, folgt man dem „Nur nichts versäumen“-Imperativ, parallel zu verfolgen wären. Womit wir bei Fernsehserien wären.

Diese sind nämlich nicht nur sehr zahlreich geworden, sondern auch sehr vorhersehbar, wie meine Kollegin Nina Oberbucher an dieser Stelle treffend anmerkte. Es führt also eins zum anderen: Die Konferenzschaltung für TV-Serien, in der ein Moderatorenteam herausschreit, welche möglicherweise bedeutsamen Ereignisse gerade vor sich gehen: „Jetzt macht er ihr einen Antrag!“ „Jetzt küssen sie sich!“ „Jetzt kommt das Monster!“ Wer will, kann dann zielgerichtet zappen – meine Vermutung aber ist, dass man nur wissend nicken wird. Außer, es passiert gar nichts.

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