Konferenzmodus

UEFA Champions League: FC Copenhagen - S.S.C. Napoli
Vom Wirtschaftsforum bis zum Fußballstadion: Nicht nur Journalisten und Journalistinnen überwachen permanent die Ereignisse.
Michael Huber

Michael Huber

Tor in Madrid! Rote Karte in London! Tor in Mailand! Tor in Piräus! Am Dienstag war wieder eine Konferenz bei der UEFA Champions League angesagt: Der Nachwuchs liebt es, neun Spiele parallel zu überwachen. Und das Format, bei dem Kommentatoren einfach die Nachricht herausschreien, wenn sich Nennenswertes ereignet, ist zweifellos effizient.

Allerdings existiert der moderne Mensch ohnehin die meiste Zeit im Konferenzmodus: War das rasante Informiertsein irgendwann noch Journalistinnen und Journalisten vorbehalten, hat es sich – Live-Ticker und Pushnachrichten sei es gedankt – längst zur Daseinsform gemausert.

Daher weiß ich in meiner Freizeit Ereignislosigkeit zu schätzen. Nicht zuletzt, weil der Takt der Ungeheuerlichkeiten, die etwa der US-Präsident von sich zu geben pflegt, unerträglich geworden ist. Wer nicht beruflich dazu verpflichtet ist, muss nicht an jeder Konferenz teilnehmen.

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