Guter Biber, böser Biber

Warum ein "Beaver Shot" in Naturdokus eher nicht vorkommt und was das mit dem ORF-Kulturmontag zu tun hat.
Beaver

In der 3Sat-Mediathek stolperte ich neulich über eine SRF-Doku über jenes Nagetier, das öfters Bäume fällt und dabei manche Leute erzürnt. Kameraleute denken bei einem „Beaver Shot“ aber nicht an Naturdokus: Der Begriff bezeichnet den Blick auf den Intimbereich einer Frau. Der bekannteste gemalte Vorläufer stammt von Gustave Courbet und hängt derzeit im Leopold Museum (Mehr auf kurier.at und im „Kulturmontag“). Es läuft eine Debatte, warum die Zurschaustellung im Museum okay ist, auf Plakaten aber nicht.

Das Filmpublikum kennt den „Beaver Shot“ seit einer Szene in „Basic Instinct“ (1992), in der Opernball-Gast Sharon Stone die Beine überschlug. Stone schrieb in ihren Memoiren, man habe ihr geraten, die Wäsche auszuziehen, weil diese das Licht ungünstig reflektieren würde. Erst später sah sie das Resultat, war fuchsteufelswild, entschied dann aber, die Szene zuzulassen. Freiwillig? Man kann diskutieren.

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