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Gruß aus der Küche

Junge Menschen verbrauchen viel Zeit bei der Auswahl ihres TV-Menüs. Steht jetzt das Comeback der TV-Ansagerinnen bevor?
Michael Huber

Am 1. September wird es genau ein Vierteljahrhundert her sein, dass der ORF Programmansagerinnen einsparte. Für die Generation Z, ab 1995 geboren: Das waren Personen – eigentlich ausschließlich Frauen – die abends zur Hauptsendezeit referierten, was in den nächsten Stunden zu sehen sein würde. Ein bisschen so, wie der Kellner in einem gehobenen Lokal heute noch die Speisenfolge kommentiert.

Für die Generation Z und Nachfolgende ist Fernsehen heute ja mehr so wie Running Sushi. Oder wie ein All-you-can-eat-Buffet. Wobei die Auswahl Mühe kostet: Laut einer jüngst veröffentlichten Studie verbringen 16- bis 29-Jährige im Schnitt 19 Minuten, bis sie sich entschieden haben, was sie schauen wollen. Hochgerechnet sind das fünf Tage Lebenszeit pro Jahr. Gut möglich, dass bald ein teures Luxus-Streaming-Format kommt, mit Fernsehansagerin und kuratierter Menüfolge. Und einem Schaumsüppchen dazu.

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