Farbenfrohe Antike

Forscher fanden heraus, dass das Alte Rom bunter war, als die Museen es darstellen. Asterix-Fans wissen das natürlich.
Michael Huber
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Während auf Super-RTL am Samstag der Zeichentrick-Klassiker „Asterix erobert Rom“ lief, beschäftigte sich eine Arte-Doku mit dem Umstand, dass Skulpturen in der Antike nicht marmorweiß, sondern bunt bemalt waren. 

Die dazugehörige Gelehrtendebatte, im 19. Jahrhundert intensiv geführt, hat plötzlich wieder mediale Konjunktur – zwar nicht in Dschungelcamp-Ausmaßen, aber doch. Das stets um politische Wachheit bemühte Kunstmagazin Hyperallergic geißelte neulich etwa den Umstand, dass „weiße Eliten die Antike ihrer Farbigkeit beraubt haben“, und übersah dabei, dass Angehörige meiner Generation ihr Antikenwissen primär aus bunten französischen Comicbüchern bezogen.

Darüber, dass „Asterix erobert Rom“ auch schon 50 Jahre alt ist und die Filmfarben etwas aus der Zeit gefallen wirken, schreibt wieder niemand. Und die Filme mit Gérard Depardieu als Obelix haben wir sowieso längst gecancelt.

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