Eiszeit
Es gibt so Sender, die im TV-Programmheft immer das Kleingedruckte sind. Tele 5 zum Beispiel. Tele 5 spielt an guten Tagen stundenlang „Star Trek – The Next Generation“, an schlechteren „Xena“, gefolgt von „Hercules“. An Mittwochabenden aber findet man auf Tele 5 verlässlich die schlechtesten Katastrophenfilme aller Zeiten. Das sind die, in denen abrutschende Bergmassen und explodierende Vulkane immer so ein bisschen nach Kindergarten-Bastelarbeit aussehen, die Schauspieler so gecastet wurden, dass sie irgendjemandem Mittelberühmten diffus ähnlich sehen und die Dialoge atemberaubend stumpfsinnig sind. Diese Woche war das Thema der zwei Filme: neue Eiszeit. Einmal frostiger Nebel, der aus dem Ozonloch quillt und einmal Lava im Meer, die Eiswüsten hervorruft. An einem Abend, der in vielen Wohnzimmern weit entfernt von Minusgraden war, war hier zumindest eins gelungen: das Timing.
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