Kolumnen
08/23/2021

Wenn royale Ehen auseinandergehen

„Es gibt viele Gründe für die Scheidung, aber der Hauptgrund ist und bleibt die Hochzeit“.

von Lisbeth Bischoff

Dieses launige Zitat stammt von US-Komikerlegende Jerry Lewis  (gestorben 2017). Eine Scheidung in Adelskreisen ist noch immer von größtem  Übel. Doch die Trennungswütigen setzen sich mehr und mehr über althergebrachte Traditionen hinweg.

Der Bund fürs Leben bröckelt – auch bei einer der berühmtesten Hochzeiten des 20. Jahrhunderts. Als sich Diana und Kronprinz Charles 1981 trauen, glaubt die Welt an ein Märchen. Doch es geht ausschließlich um den Erhalt der Dynastie. Lady Di hat kein Vorleben, denn es ist undenkbar, dass die künftige Queen mit einem anderen Mann als dem königlichen Gemahl zusammengelebt hätte. Charles ist auch nicht bereit, auf seine große Liebe Camilla zu verzichten – Als Braut kommt sie nicht in Frage, denn sie hatte schon andere vor ihm. Als das Zerwürfnis nicht mehr zu leugnen ist, verlangt Elizabeth II. die Scheidung.

Als der Thronfolger offiziell am 28. August 1996 verduftet, blüht Diana auf, zeigt Busen, Po und Beine. Das ist ihre Rache.
Die Queen beschreibt das Jahr 1992 als „annus horribilis“. Nicht nur, dass Schloss Windsor in Flammen steht, trennt sich auch noch Tochter Anne vom Ehemann Captain Mark Phillips. Zudem gibt  Lieblingssohn Prinz Andrew bekannt, dass seine Ehe mit Sarah Ferguson gescheitert ist – „Fergie“ wird mit ihrem Finanzberater abgeschossen, als  der im Urlaub an ihren Zehen nuckelt. 

Mit der ersten Scheidung im britischen Königshaus geht Heinrich VIII. in die Geschichte ein. Da ihm seine erste Gemahlin Katharina von Aragon keinen männlichen Nachkommen schenkt, will er sich trennen. Im 16. Jahrhundert unmöglich. Da bricht er mit der Kirche in Rom, gründet die Church of England und heiratet Anne Boleyn.

Auf diesen  Spuren wandelt auch Anne, als sie 1992 Timothy Laurence in Schottland heiratet. Die Church of England lehnt die kirchliche Wiederheirat Geschiedener ab, doch die Church of Scotland  lässt sie zu. Aber das ist eine andere Geschichte.

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