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Kolumnen

Verblassend (IV)

Vom "Gurkerl" und vom "Beistrich in der Hose"

von Andreas Schwarz

12/01/2022, 06:00 PM

 

Von verblassenden Wörtern der österreichischen Sprache war hier jetzt öfters die Rede. Samt Klassikern der gewĂ€hlten Formulierkunst auf dem Vorstadt-Fußballplatz. Etwa: Gscherter, spĂŒ o (Zugereister, pass endlich). Da wurden uns viele weitere Beispiele ĂŒbermittelt. „Warum vergaßen Sie das Gurkerl durch die Beine, wozu die Deutschen humorlos ‚Tunnel‘ sagen“, fragte ein Leser? Ein anderer erinnerte an den Spitzkicker, der was, um im Jargon zu bleiben, die feine Fußballklinge missen lĂ€sst.

Und dann war da noch der Beistrich. Der unvergessene Ernst Happel – fĂŒr Nachgeborene: ein Respekt einflĂ¶ĂŸender Trainergott aus Österreich (!) – hat von seiner Mannschaft vor dem Match Mut verlangt mit dem berĂŒhmten Satz: Mit an Beistrich in da Hos’n kannst ka SpĂŒ g’winnen.

Das wollen wir jetzt nicht im Detail ĂŒbersetzen. Nur soviel: Es hat mit Furcht zu tun. Dabei ist die einzige Furcht, die wir haben sollten, dass solch Sprachschatz verloren geht.

andreas.schwarz@kurier.at

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