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Flugzeugtaufe: Wie Flugzeuge zu ihren Namen kommen

Luftfahrt-Experte Kurt Hofmann beantwortet jede Woche Fragen rund ums Fliegen.
Kurt Hofmann
Ein Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen in Schwechat.

Wie kommt ein Flugzeug zu seinem Taufnamen?

Antwort: Viele Airlines geben ihren Flugzeugen einen Taufnamen. Manche sind dabei heimatverbunden, andere sehr kreativ. Meist sind es übliche Namen von Städten, Flüssen oder berühmten Persönlichkeiten – bei Austrian Airlines wurde ein Airbus A321 auf die Region „Salzkammergut“ getauft. Aber es gibt auch außergewöhnliche Ideen. Die damalige Lauda Air nannte eine ihrer Boeing 767 „Steve McQueen“, KLM setzt unter anderem auch auf Blumen, wie „Crocus“ (Boeing 787-10), während Iberia einige Airbus A350 nach Künstlern benennt, wie Plácido Domingo oder Paco De Lucia. United Airlines gab Anfang der 2000er-Jahre ihren Vielfliegern die Möglichkeit, dass sie ihre Mileage-Plus-Meilen einsetzen konnten, um ihren Namen auf einem Flugzeug verewigen zu lassen. Auch wurden manche United-Flugzeuge mit Namen von Mitarbeitern versehen, um deren Verdienste zu würdigen. Besonders auffällige Namensträger sind zum Beispiel die bunten Pokémon-Jets oder jene in Star-Wars-Bemalung der japanischen All Nippon Airways.

Manche Taufzeremonien entwickelten sich auch zu einem Medienspektakel. Etwa als Niki Lauda im Jahr 2000 am Flughafen Linz eine Boeing 737-600 auf den Namen „Romy Schneider“ taufen lies. Patin für die Boeing war Sarah Biasini, die Tochter der Schauspielerin. Anders als bei einem Kreuzfahrtschiff wird bei einer Flugzeugtaufe aus Sicherheitsgründen jedoch keine Champagnerflasche gegen die Außenhülle des Jets geknallt.

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