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22 Stunden im Flugzeug: Was erwartet Passagiere auf Ultralangstreckenflügen?

Luftfahrt-Experte Kurt Hofmann beantwortet jede Woche Fragen rund ums Fliegen. Diese Woche: Ultralangstreckenflüge.
Kurt Hofmann
Airport Lounge and airplane take off in the city

Was können Passagiere auf Ultralangstreckenflügen erwarten?

Antwort: Mit der Verfügbarkeit neuer Flugzeuggenerationen wie dem Airbus A350-900 oder der Boeing 787 hat sich das Portfolio der Langstreckenflüge gravierend verändert. Gegenwärtig ist Singapore Airlines mit dem Airbus A350-900ULR (Ultra-Long-Range) von Singapur nach New York Rekordhalter. Sie fliegt die über 15.000 Kilometer lange Strecke in mehr als 18 Stunden. Ab 2027 wird die australische Fluglinie Qantas mit „Project Sunrise“ in 19 bis 22 Stunden (je nach Route und Windbedingungen) von Sydney nach London sowie von Sydney nach New York fliegen – über 16.000 Kilometer. Um fast einen ganzen Tag im Flugzeug auszuhalten, wird auch Qantas ihre Airbus-A350-1000ULR-Flotte mit weniger Sitzen ausstatten. Lediglich 238 Sitze, davon ein hoher Anteil im Premium-Segment, anstelle der rund 400 Sitze einer typischen A350-1000-Version.

Auch wird es im Bereich zwischen Economy- und Premium-Economy-Klasse eine Wohlfühlzone geben, etwa um Gymnastik zu machen. Doch damit sich das für die Airline auch rechnet, werden die Passagiere aufgrund weniger Sitze, aber höherer Kosten für Treibstoff, Besatzung, Überfluggebühren sowie der Exklusivität einer Nonstop-Strecke mit höheren Flugpreisen rechnen müssen. Auch Turkish Airlines plant, ab Ende 2027 nonstop von Istanbul nach Australien zu fliegen. „Wir evaluieren gerade, ob wir zudem eine Premium Economy Class für unsere A350-1000ULR Flotte einführen“, sagt Turkish Airlines-Chairman Murat Şeker zum KURIER.

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