Kolumnen

Raubtier

Auch nach jahrtausendelanger Domestikation ist die Katze geblieben, was sie nun einmal ist. Ein Raubtier.

von Simone Hoepke

07/09/2022, 04:00 PM

Auch das noch.

In einer Stadt in Baden-WĂŒrttemberg haben Katzen Hausarrest. Bis Ende August. Schuld ist die Haubenlerche, die hier in Ruhe brĂŒten will.

Wer eine FreigĂ€ngerkatze daheim hat, kann sich ungefĂ€hr ausmalen, wie die Wohnung nach ein paar Wochen Katzen-Lockdown ausschaut. Sodom und Gomorra. Katzen sind ja nicht gerade dafĂŒr bekannt, Regeln und geschlossene TĂŒren zu akzeptieren. Ihre jahrtausendelange Domestikation ist quasi eine Chronologie des Scheiterns. Katzen sind geblieben, was sie nun einmal sind. Raubtiere. Eher haben sie im Laufe der Jahrtausende Menschen zu TĂŒr- und Dosenöffnern erzogen, als sich selbst irgendetwas sagen zu lassen.

1,8 Millionen Katzen leben in Österreich. Wissenschafter unterstellen ihnen ĂŒberschlagsmĂ€ĂŸig eine siebenstellige Zahl an erlegten Reptilien, MĂ€usen, Vögeln. Klingt verheerend, ist aber nix im Vergleich zum ökologischen Fußabdruck, den der Mensch in der Botanik hinterlĂ€sst.

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