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Zu hoch

Egal wie das nächste Tief heißt, sein name wird wunderschön sein.
Christina Böck

Vor vielen Jahren, als es  den TV-„Wurlitzer“ gab, da konnte man noch übers Wetter lachen.  Als sich „Über Schottland liegt ein Tief“  auf „und das liegt ein bisserl schief“ reimte. Heute wäre man schon froh, wenn überhaupt einmal ein Tief auftaucht.  

Vor wenigen Wochen, kurz nach der größten Schwitzerei des Jahres, kündigten Medien ein Hoch namens Klaus an. Da gab es die eine oder andere Meinung dazu, was der Klaus machen soll. Sagen wir so, nichts davon war besonders höflich. 
Natürlich können alle Kläuse da nichts dafür, sorry noch mal für die unangemessenen Ausfälligkeiten. So wie auch kein Olaf schuld ist –  so heißt nämlich die aktuelle Wetterlage. Gut, wer heißt schon Olaf? Außer – ausgerechnet – dieser Schneemann in einem Disneyfilm. 

Vielleicht sollte man aber  aus Antidiskriminierungsgründen jetzt eh dazu übergehen, Hitzewellen gesondert zu betiteln. Anbieten würde sich zum Beispiel die „Oida, es ist ABARTIG“-Welle Juni 2026, gefolgt von der aktuellen „Na geh bitte“-Welle Juli 2026.  Im August schaffen wir gerade noch die Welle  „Uff 2026“. Dann wär gut ein Tief, sei es noch so schief.

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