¡Vamos!
Nun also gegen Spanien, eines der tollsten Länder der Welt – und laut Statistik kann nichts schiefgehen. In der WM-Bilanz führt Österreich haushoch mit 1:0, aufgrund eines 2:1 im Jahr 1978. Dass es dazwischen haushohe Niederlagen gab, lassen wir lieber weg. Ebenso wie die jahrhundertelange gemeinsame Geschichte. Und das peinliche Faktum, dass das Kunsthistorische keinen El Greco besitzt (wie schon Thomas Bernhard monierte), nicht einmal einen Goya. Heute sind wir erbitterte Gegner.
Negativisten glauben ja, wir hätten aufgrund der bisherigen Leistungen nur eine Chance, wenn a) Spanien irrtümlich nach Kanada statt nach L. A. geflogen ist, also nicht erscheint oder b) eine Hydrationbreak für eine Siesta nützt. Optimisten kommen solche Annahmen allerdings spanisch vor (was wiederum auf Kaiser Karl V. zurückgeht). Neutralisten hingegen meinen, man könne froh sein, wenn zur Pause nicht an das Interview von Toni Pfeffer erinnert wird, der nach 0:5-Rückstand gegen Spanien gemeint hatte: „Hoch werma des nimma g’winnen.“ Der Endstand war 0:9. Wie auch immer: ¡Vamos, Burschen!
Kommentare