Trost und Rat
Ihre Kolumnistin ist zuversichtlich, dass Sie noch etwas zum Thema ESC lesen wollen, denn es ist ja so: Es ist zwar alles schon gesagt, aber noch nicht von allen. Dass die Darbietung der Bulgaren den Wettbewerb gewonnen hat, ist aus verschiedenen Gründen eine feine Sache. Vor allem bietet es Gelegenheit, auf andere Kulturhervorbringungen dieses schönen Landes hinzuweisen. Etwa auf die wunderbaren Romane von Georgi Gospodinov, Bookerpreis-Träger 2023. Oder auf den Gewinner des österreichischen Buchpreises 2025, den aus Bulgarien stammenden, seit ewig in Wien beheimateten Schriftsteller Dimitré Dinev. Ihre Kolumnistin hatte einige Male Ehre und Vergnügen, ihn zu interviewen. Dinev ist, wie alle g’scheiten Leut’, im jeweils richtigen Moment sehr lustig und sehr klug. Auf die zur Weltlage passende Frage, ob es eventuell sein könne, dass die Menschen nicht aus der Geschichte lernen, sagte Dinev Worte, an denen es sich gut festhalten lässt: „Und doch gibt es einige, denen das gelingt. Das Schöne ist, es braucht nur wenige, um uns als Menschen zu retten.“