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Hufnagls Ohrwaschl: La det swinge - 12 Punkte für die Freude

Ein bisschen Kitsch, ein bisschen Nörgelei – und am Ende jede Mene Lebenslust: Warum der ESC mehr kann, als man ihm gönnt.
Michael Hufnagl
Eurovision Song Contest Wien

Heute beginnt die Woche mit dem Event-Code ESC. Die 70. Auflage des Musiktreffens geht in Wien über die Bühne. Für manche Menschen ein Anlass zum provokanten Naserümpfen. Speziell in sozialen Medien mischt sich zu traditioneller Kritik (Politisierung, Kommerzialisierung …) auch intellektuelle Selbstgefälligkeit. Zum künstlerischen Wert wird vielen Song-Contest-Fans von Süffisanz bis Arroganz allerlei offenbart – Credo: Spaß verderben!

Der Autor dieser Zeilen hat den ESC-Pfad schon im Laufe der Pubertät verlassen. Vielleicht wäre alles anders gekommen, hätten damals nicht Diggi-loo diggi-ley und La det swinge hintereinander gewonnen. Aber so ist das Ereignis ein Indiz für das Älterwerden, weil man Ding-a-dong heute noch summen kann. Ein verlässlicher Begleiter, dem die Erkenntnis zu danken ist, dass das Vereinigte Königreich auf Französisch Royaume Uni heißt. In der weltweiten Popularität liegen irgendwo zwischen Zwölffingerdarm und zwölf Aposteln die berühmten zwölf Punkte. Man könnte sie in dieser Woche aus ganzem Herzen an die Lebensfreude vergeben.

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