Mission Poesie

Die Crew der Artemis 2 ist heil zurück, der Ausflug zum Mond wird als historisches Erfolgsprojekt eingestuft.
Michael Hufnagl
TOPSHOT-US-CANADA-SPACE-ARTEMIS II-NASA

In der ZiB2 antwortete die Kärntner Weltraummedizinerin Carmen Possnig auf die Frage, was sie an der Mission am meisten überraschte: die poetischen Kommentare der Astronauten. So hatte beispielsweise der Pilot Victor Glover aus 406.771 Kilometer Entfernung die Botschaft gesandt: „Während wir die Geheimnisse des Kosmos entschlüsseln, möchte ich euch an eines der wichtigsten Geheimnisse auf der Erde erinnern, die Liebe.“ 

Und wenn „Hardcore-Wissenschaftler“ (Zitat Possnig) solche Sätze von sich geben, dann sei das „wunderschön“.

Oh ja. Ganz offensichtlich haben die Impressionen von Sonnenfinsternis, Milchstraße und dem lunaren Erduntergang die Seelen der Reisenden über alle Maßen berührt. So mag man die Poesie vielleicht sogar als wichtigste Mission betrachten. Mit der Erkenntnis, dass den Menschen mehr Demut nicht schaden könnte – vor den unendlichen Weiten genauso wie vor den vielen kleinen Galaxien daheim.

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