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Kolumnen
09/20/2019

Mit Schweinen reden

Bei der ungewollten Begegnung mit einem Wildschwein hilft der Baum, haben wir gelernt. Und reden. Aber was?

von Andreas Schwarz

 

Seit Tagen erfreut uns die Geschichte vom Jogger, der im Lainzer Tiergarten vor einem Rudel Wildschweinen auf einen Baum flüchtete und erst nach Stunden gerettet werden konnte. Und es erfreuen uns seither Tipps für ungewollte Begegnungen mit dem wilden Schwein: Der Baum ist eine gute Option, sagt der Waid- und Waldkundige. Wenn keiner da ist, geht aber auch „weggehen und laut reden“.

Aber was? Schreckt das Aufsagen von Serviettenknödel- und Preiselbeerkompottrezepten die Wildsau zu Tode, oder macht es sie zornig? Treibt man die Tiere in die Flucht, wenn man den Obelix macht und zur Ablenkung „Die spinnen, die Römer“ ruft? Oder sollte man, um Eber und Bache friedlich zu stimmen, lieber deutlich und klar „Wildschweine sind auch nur Menschen“ sagen?

Manchmal ist es ja auch umgekehrt, wenn man sich so umblickt. Flüchtete man vor all denen auf Bäume, so viel Wald gibt’s gar nicht.

Also auch hier: lieber reden..andreas.schwarz@kurier.atxx