Machtstellung

Niederlande, Belgien und Schweden - es ist das Jahr der Thronjubiläen.
Lisbeth  Bischoff

Lisbeth Bischoff

König Carl XVI. Gustav von Schweden feiert im September sein 50-jähriges Thronjubiläum. Zehn Jahre sitzt König Willem-Alexander der Niederlande auf dem Thron. Gleich lang wie der König der Belgier, Philippe, der am 21. Juli sein zehnjähriges Thronjubiläum begeht. Zur ersten Feier wurde bereits im Mai in den Park von Schloss Laeken geladen. Normalerweise sind die königlichen Gärten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, doch 600 Belgier hatten nun die Gelegenheit mit ihrer königlichen Familie zu feiern.

Blicken wir zurück: Mit der Thronübergabe bekommt Belgien einen neuen König und mit Mathilde eine neue Königin. Durch den Palast weht dringend benötigter frischer Wind. Denn in letzter Zeit lief es weniger gut für die belgische Monarchie. 1999 erfahren die Belgier durch die Biografie des erst 18-jährigen Mario Dannehls, dass ihr König Albert eine nichteheliche Tochter hat. Nach jahrelangem Kampf erkennt Albert II. am 27. Jänner 2020 Delphine Boël als seine Tochter an.

Der ehemalige König habe beschlossen, "diesem lästigen Verfahren in Ehre und Würde ein Ende zu setzen", erklärt der Anwalt des ehemaligen Monarchen, Alain Berenboom.

Zu wenig gekümmert hat sich offenbar Albert um seine Ehefrau Paola. Dass sie bei Albert bleibt, hat er seinem Bruder König Baudouin zu verdanken. Als Baudouin von den Scheidungsabsichten Paolas erfährt, droht er, die staatliche Apanage zu streichen und ihr die drei Kinder zu entziehen. Das wirkt.

Doch die Gerüchteküche brodelt weiter: Prinz Laurent sei gar nicht der leibliche Sohn von Albert, sondern das Ergebnis eines Seitensprunges von Paola. Heute gibt es keine Gerüchte, keine Skandale, kein "Kladderadatsch". Nicht zuletzt darum gilt das Königshaus als das "langweiligste" Europas.

Die wichtigste Stütze von König Philippe ist seine Frau: "Der Tag, an dem Mathilde meinen Heiratsantrag angenommen hat, war der glücklichste Tag in meinem Leben."

Kommentare