Kolumnen
09/17/2019

Lieben und Leiden als Gabaliers-Delikt

Aus dem Schneider, sagen die einen, andere betrauern das Liebes-Aus vom Alpen-Elvis.

von Lisa Trompisch

2019 hat es in sich, kein gutes (Liebes)Jahr für Musiker des deutschen Liedgutes. Zuerst wurde aus dem Duett Helene Fischer und Florian Silbereisen ein Solo, oder für viele Fans wohl eher ein Trauermarsch, jetzt hat sich auch noch Andreas Gabalier getrennt – wobei der Chronologie der Ereignisse folgend, wohl eher seine Silvia Schneider von ihm.

Und ja, falls da jetzt eventuell der oft strapazierte „Reissack fällt in China um“-Gedanke aufkommen sollte, für uns Society-Journalisten ist das „a Gschicht“, für die Fans „a Drama“. „Und das zerreißt mir mein Herz!“, ließ Gabalier seine Anhänger Stunden nach ihrem poetisch-pathetischen Statement ebenfalls auf Facebook wissen.

Kleiner Einwurf, das wäre auch ein guter Titel für ein neues Herz-Schmerz-Lied, quasi den Nutzen aus dem Schaden ziehen, schließlich hat er seinen ersten Hit „So liab hob i di“ auch einer Ex-Freundin zu verdanken. Der Text war nämlich ursprünglich ein Gedicht an diese.

Apropos Gedicht, viele Fans fanden regelrecht lyrische Worte, um den Volksrock’n’Roller ihre Anteilnahme zu bekunden. „Es tut mir im Herzen leid, wenn das Licht auf der Bühne ausgeht, sich Millionen Menschen noch in den Armen liegen und du nach Hause kommst und niemand mehr auf dich wartet“, schrieb da einer. Spannend übrigens, dass mit Silvia da auch härter ins Gericht gegangen wird. „Sing SIE weg, lieber Andreas. Es gibt bestimmt bessere Damen für DICH in DEINEM Leben, als diese ICH-AG“, so ein männlicher Fan.

Seit Adam und Eva steht offenbar bei einigen die Schuldfrage fest. Wie auch immer, die Show muss und wird auch für beide weitergehen. Schon morgen, Mittwoch, wird Silvia auch ohne Mann ihre Frau stehen und gewohnt charmant durch das „30 Jahre KURIER freizeit“-Fest führen.