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Kolumnen
12/20/2019

Klick per Klo

"Wünsch Dir was", das war im Fernsehen. Für die Z-Generation: Das war so ein würfelartiger Kasten mit zwei Programmen ...

von Andreas Schwarz

Heute vor 50 Jahren wurde im Fernsehen erstmals die Spieleshow „Wünsch Dir was“ ausgestrahlt. Für die Generation Z: Fernsehen war eine in ein würfelartiges Gerät mit Guckfenster übertragene fixe Programmabfolge auf zwei Kanälen; Spieleshows waren zweistündige Bewerbe, die am Samstagabend die Straßen leer fegten – weil alle vor dem Würfel saßen.

Bei „Wünsch Dir was“ traten drei Familien gegeneinander an. Die Bewerbe – eine Familie ertrank fast in ihrem Auto in einem Tauchbassin – und die Kandidaten – eine 17-Jährige sorgte in Transparentbluse ohne BH wochenlang für Gesprächsstoff – waren eine einzige Provokation.

Am schönsten: Die Zuseher entschieden über den Sieger durch Einschalten von Elektrogeräten oder Betätigen der Klospülung, was von Wasser- und E-Werken gemessen und dem Sender gemeldet wurde. Bis heute wissen wir nicht, ob das nicht ein großer Schmäh war – quasi ein Vorläufer für die Klick-Gesellschaft im virtuellen Netz.

andreas.schwarz@kurier.at

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