Kolumnen
10/25/2021

Ist es Liebe, die Liebe zum Geld?

Kei Komuro hat Japans Prinzessin Mako am 16. Mai 2017 einen Heiratsantrag gemacht.

von Lisbeth Bischoff

Der Hochzeitstermin wird mit dem 4. November 2018 festgesetzt. Doch plötzlich tauchen die ersten Gerüchte auf: Nicht der Liebe wegen, sondern wegen der Geldknappheit des Bräutigams und dessen Familie werde geheiratet. Es ist die Mutter des Bräutigams, die in Geldgeschäfte verwickelt sein soll.

Die Eltern der Braut, Kronprinz Akishino und Kronprinzessin Kiko, lassen die Bräutigammutter wissen, dass sie der Hochzeit nicht zustimmen, bis die finanziellen Streitigkeiten in der Familie der Komuros geklärt sind. Gleichzeitig teilt das Hofamt der Öffentlichkeit mit, dass Prinzessin Mako, die als Forscherin am Museum der Universität Tokio arbeitet, und ihr Studienfreund Kei, die Dinge aus Unreife überstürzt hätten. Der Hochzeitstermin wird auf 2020 verschoben. Offiziell zu Studienzwecken verlässt der Bräutigam in spe seine Heimat Japan Richtung Vereinigte Staaten. Auch 2020 gibt es keine Hochzeit.

Inzwischen ist Kei Komuro zurück in Japan und es soll nun am 26. Oktober geheiratet werden. Wer nun glaubt, alle Misstöne seien bereinigt, irrt gewaltig. Es gibt nur etwas mehr Klarheit in der Unklarheit: die Bräutigam-Mutter soll ihrem ehemaligen Verlobten Geld schulden. Geld, das auch für das Jurastudium von Kei Komuro verwendet wurde. Zurückbezahlt wurden die kolportierten 30.000 Euro bis jetzt nicht. Sind diese Gelder nun ein Geschenk oder ein Darlehen, das ist die Frage. Der „Geldgeber“ geht an die Öffentlichkeit und erklärt, dass bislang keine Einigung erzielt werden konnte.

Kei Komuro veröffentlicht im Gegenzug eine Dokumentation, die den Konflikt veranschaulichen soll und bietet an, das Geld zurückzuzahlen. Laut Gesetz wird Prinzessin Mako nach ihrer Heirat ihren Status als Angehörige des Kaiserhauses und ihren Adelstitel verlieren. Laut „Imperial Household Agency“ wird sie den Geldbetrag, der ihr normalerweise beim Ausscheiden aus dem Kaiserhaus zusteht, nicht erhalten. Ein Happy End mit Hindernissen.

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