Kolumnen
02/08/2021

In royaler Erwartung

Das neunte Urenkelkind von Queen Elizabeth soll Mitte Februar zur Welt kommen.

von Lisbeth Bischoff

Es ist das erste Kind von Prinzessin Eugenie (30) und ihrem Ehemann Jack Brooksbank (35). Ob es ein Mädchen oder ein Bub sein wird, ist ein Geheimnis. Traditionell wird das Geschlecht eines Babys in Adelskreisen erst nach seiner Geburt bekannt gegeben.

Wetten laufen bereits bezüglich des Namens. Bei den Buchmachern liegt Arthur – wenn es denn ein Bub wird – an erster Stelle, gefolgt von Edward, James, Albert, Henry, Frederick und George. Unvorstellbar ist Andrew, also der Name des Vaters von Prinzessin Eugenie. Grund ist der Jeffrey-Skandal, in den Andrew (60) verwickelt sein soll. Gehandelt wird auch der Name Philip, nicht zuletzt weil Urgroßvater Philip im Juni seinen 100. Geburtstag begeht – das wäre doch ein außergewöhnliches Geburtstagsgeschenk.

Wird es ein Mädchen, liegen die Namen Victoria und Alice bei den Wettbüros vorne. Denkbar wäre auch Elizabeth, als besondere Ehrerweisung an die Urgroßmutter, die Queen.

Doch die Königsfamilie setzt bei der Namensgebung vor allem auf Tradition und gibt den Kindern die Namen von Verwandten, Paten oder früheren Monarchen.

Wenn es um das Wohl ihrer Kinder geht, haben Eltern meist das letzte Wort. Bei den britischen Royals ist das aber etwas anders. Sie haben kein Sorgerecht für ihre eigenen minderjährigen Kinder. Die hat der Souverän, also Königin Elizabeth II. (94) Diese Regelung geht aufs Jahr 1717 zurück: Das Gesetz wurde während der Regierungszeit von König George I. erlassen. Es ging um die Kontrolle des Königs über die Ausbildung, die Erziehung und die Hochzeit seiner Enkelkinder. George I. tat es, weil er eine sehr schlechte Beziehung zu seinem Sohn, dem zukünftigen König George II., hatte. So sollte der Fortbestand der Monarchie gewährleistet bleiben.

Elizabeth II. hat ein sehr inniges Verhältnis zu all ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln, daher wird sie mehr als Ratgeberin einbezogen. Bei längeren Reisen muss die Königin aber immer noch um Erlaubnis gefragt werden. So einfach hebelt man eben kein royales Gesetz aus.

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