© Kurier

Kolumnen
07/13/2019

Gnade!

Offene Fenster im Sommer sind eine akustische Herausfoirderung - gut, dass grad nicht Sommer ist.

von Andreas Schwarz

Dies ist eine wetterjammerfreie Zone. Daher kurz, warum es schön ist, dass grad wenig Sommer ist:

Musik ist wunderbar. Wenn man sich aussuchen kann, was man hört. Das ist im Sommer nicht immer so. Gut, im Winter auch nicht, wenn „Last Christmas“ durchs Kaufhaus summt, aber man muss ja nicht kaufhausen. Im Sommer aber muss man die Fenster offen haben. Und da hört man wahlweise:

- den Dudelsack-Spieler im Haus nebenan (klingt fein);

- den TV-Apparat im Dauerton unten (Sendeschluss?);

- das Paar, das sich sehr mag (sind wir bei youporn?);

- den Anwalt, der Wagner singt (ambitioniert, leider);

- und jüngst, von genau vis-à-vis: Stop In The Name Of Love (Supremes)/Reach Out, I’ll Be There (Gloria Gaynor)/Take On Me (A ha)/Sweet Dreams (Eurythmics)/Girls Just Wanna Have Fun (Cindy Lauper)/Wake Me Up Before You Go-Go (Wham!) – in der Gnadenlosigkeit! Hilfe, Fenster zu!! Schön, siehe oben, dass das eh grad geht.