Kolumnen
07/06/2020

Frechheit

Ohne Publikum, keine Beleidigung. Steht auch im Strafrecht.

von Simone Hoepke

FußballplĂ€tze galten als Orte, an denen geschimpft und geflucht wird, wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Dann kam der Mann mit der ĂŒberlangen Krawatte und dem dauererregten GemĂŒtszustand ins Weiße Haus und setzte neue Standards. Ein Schimpfwörterlexikon auf zwei Beinen. Um die 25 Tweets schafft er pro Tag, bestenfalls beleidigt er damit nicht nur einzelne Personen, sondern gleich ganze StĂ€dte oder LĂ€nder. Und das vor der daueraufgeregten Twitteria. Publikum ist wichtig. Ohne Publikum, keine Beleidigung, steht selbst im Strafrecht.

So gesehen kann man seinem Date zum Abschied getrost zuflĂŒstern, dass man einen schönen Abend hatte. Nur halt nicht heute.

Frei nach Shakespeare: „Alle Beleidigungen, gnĂ€diger Herr, kommen vom Herzen.“

FlĂŒche ĂŒbrigens auch. Bester Beweis ist Lee Todd. Der Fußballer hat zwei Sekunden nach Anpfiff eine Rote Karte kassiert. In Rekordzeit. „Fuck me that was loud“, hatte er geflucht.

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