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Kolumnen
07/26/2021

Der Brief

Wenn sich ein Minister per Schneckenpost bedankt

von Andreas Schwarz

Sehr geehrter Herr Mückstein! Ich habe einen Brief von Ihnen erhalten. Das ist schön in Zeiten digitaler Flüchtigkeit. Das Schreiben, in dem Sie sich bedanken, dass ich mich habe impfen lassen, und mir einen schönen Sommer wünschen, enthält auch mein „persönliches Impfzertifikat“, das als „Grüner Pass“ gilt.

Der Brief ist mit 30.6.2021 datiert. Eingelangt ist er am 22.7. (ich weiß: böse Post, oder?). Meine zweite Impfung erhielt ich am Karfreitag, das war Anfang April.

Das Impfzertifikat habe ich mir, wie viele andere auch, in der Apotheke besorgt und mit der „Grüner Pass“-App gescannt. Der „Grüne Pass“ ist aber mitnichten digital (in diesem Fall wäre digital gut), also vernetzt, sondern altbacken analog, quasi abfotografiert.

Vielleicht sollte ja weniger Kraft in Eigenmarketing und verspätete Briefe und mehr in einen wirklichen „Grünen Pass“ gesteckt werden. Aber nicht bei „Kaufhaus Österreich“ Anleihen nehmen, bitte. Beste Grüße

andreas.schwarz@kurier.at

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