Rath Reist: Wo Fischerhütten zu Design-Ikonen werden
Inspiriert von den historischen Fischerhütten: der Chiemgauhof verbindet bayerische Tradition mit zeitgemäßem Design.
Von Carsten K. Rath
Am Ostufer des Chiemsees haben die „Motel One“-Gründer Dieter Müller und Uschi Schelle-Müller mit dem „Chiemgauhof“ ein Refugium geschaffen, das bayerische Gemütlichkeit mit modernem Design vereint. Drei flache Baukörper mit Natursteinsockel und Schindeldach – der Entwurf des Architekten Matteo Thun wurzelt tief in die Region. „Wir wollten ein fein komponiertes Zusammenspiel haben“, erklärt Louis Steinle, der Hoteldirektor und „101 Next Generation Hotelier 2024“.
Apéro zum Sonnenuntergang
Das Haus ist ein Mix aus italienischer Eleganz, skandinavischer Klarheit, Designmöbeln von Cassina und Lampen der Inseltöpferei Klampfleuthner. In meiner Suite steht eine Holzbadewanne bereit, es duftet nach gebürsteter Lärche und Fichte. Das Design von Matteo Thun zeigt, wie luxuriös sich heimische Materialien anfühlen können – „Botanical Architecture“ par excellence. Das Bootshaus ist eine gläserne Hommage an die historischen Fischerhütten der Region.
Das „Wohnzimmer“ des Chiemgauhofs ist für mich der perfekte Ort für einen entspannten Apéro zum Sonnenuntergang. Genuss wird hier als ehrliches Handwerk gefeiert. Küchenchef Max Müller veredelt herzhafte Beuschel und Kroketten mit hausgemachter Blutwurst. In der „Lakeside Bar“ setzt Sushi-Meister Naoki Terai mit Kreationen aus fangfrischem Chiemsee-Fisch einen internationalen Akzent
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