Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Frühaufsteher und Nachteulen

Beim WM-Spiel gegen Algerien wird im Café mit gemischtem Publikum gerechnet.
Wolfgang Kralicek

An diesem Wochenende kommt das WM-Konzept des Café Kralicek zum ersten Mal zum Tragen. Der Chef hatte ja – Stammgäste erinnern sich – in der ersten Euphorie lauthals verkündet, man werde selbstverständlich alle 104 Spiele dieser gigantomanischen WM im Café sehen können. Aber dann ist niemand (und zwar wirklich niemand) mitten in der Nacht gekommen, um Südkorea gegen Tschechien oder USA gegen Paraguay zu sehen.

Der Chef hat die Öffnungszeiten deshalb relativ radikal „angepasst“. Das Lokal bleibt nur noch für Spiele geöffnet, die spätestens um 0 Uhr angepfiffen werden. Ausgenommen natürlich die Matches mit dem ÖFB-Team. Und das spielt am Sonntag gegen Algerien leider um 4 Uhr (in der Früh, sagen Morgenmenschen, Nachteulen sprechen von 4 Uhr nachts). Der Chef rechnet trotzdem mit einem gut besuchten Café. Und erwartet eine wilde Mischung: Die einen werden durchgemacht haben, die anderen sehr früh aufgestanden sein.

Zwei Arten von Gast

„Für den Wirten sind das zwei vollkommen verschiedene Arten von Gast“, doziert der Chef. „Die einen sind aufgekratzt, konsumieren aber nicht mehr viel, weil sie eh schon genug getrunken haben. Am ehesten sind da wahrscheinlich Speisen ein Thema, Würstel oder ein kleines Bier. Die anderen bestellen einen oder zwei Kaffee, manche gleich ein großes Frühstück.“

Gegen Ende des Matches könne sich das dann aber umdrehen. Gut möglich, dass irgendwann auch die Nachtschwärmer einen Kaffee brauchen. Und die Frühaufsteher könnten langsam Lust auf einen Drink bekommen. „Sekt oder Schnaps, je nach Spielverlauf.“

Kommentare