Kolumnen
11/23/2020

"Auswärtige“ Nachwuchsarbeit

Den Weltrekord mit 210 Sprösslingen hält Ex-Landesvater Sobhuza II. von Eswatini.

von Lisbeth Bischoff

Aktuell herrscht Mswati III. (52) über die knapp 1,1 Millionen Menschen des südafrikanischen Binnenstaats Eswatini (früher: Swasiland). Er ist ein Sohn des legendären Regenten Sobhuza II. ( 1982), der nach vorsichtigen Schätzungen ca. 210 Kinder mit 70 Frauen gezeugt haben soll. Da hinken Europas Monarchen hinterher.

Bereits vier Kinder hat Fürst Albert II. von Monaco (62), ein fünftes Kind drängt auf Anerkennung – es wäre das dritte uneheliche. Albert hat die 28-jährige Tochter Jazmin Grace Grimaldi und den 16-jährigen Sohn Alexandre Coste offiziell aner-kannt. 2004 soll er die heute 34-jährige Brasilianerin in Rio de Janeiro kennengelernt haben und mit ihr die heute 15-jährige Tochter gezeugt haben. Es läppert sich.

Aufruhr auch am belgischen Hof. Nach jahrelangem Kampf um Anerkennung hat der dortige Ex-König Albert II. (86) seine außereheliche Tochter Delphine Boël (52) nun doch endlich anerkannt. So einfach war es nicht. Albert wurde gerichtlich mit einer 5.000 Euro-Strafe pro Tag gedroht, sollte er den DNA-Test verweigern. Letztlich habe er beschlossen, "diesem lästigen Verfahren in Ehre und Würde ein Ende zu setzen“, so der Anwalt Alain Berenboom.

Den Kampf seiner Tochter um Anerkennung als "lästiges Verfahren“ zu bezeichnen, sagt mehr über den Charakter seines greisen Klienten aus, als dem wahrscheinlich lieb ist. Nach sieben langen Jahren werden Delphine und ihre Kinder, Joséphine (17) und Oscar O’Hare (21), Königliche Hoheiten. Delphine steht „Prinzessin“ zu und sie nimmt den Namen ihres Vaters an: von Sachsen-Coburg-Gotha.

Auch der frühere spanische König Juan Carlos soll neben den drei ehelichen Kindern auswärtig zugange gewesen sein. Im Juni 2012 melden sich die Belgierin Ingrid Sartiau (46) und der Katalane Albert Sola Jimenez (56) mit der Behauptung, Königskinder zu sein. Ein Gentest bestätigte, dass beide einen gemeinsamen Elternteil haben. Ob es sich dabei um Juan Carlos handelt, steht nicht fest. Durch das Vorbild im belgischen Königshaus werden die beiden nun in Sachen Vaterschaftsnachweis einen neuen Anlauf nehmen. Es geht doch um viel – Viel Anerkennung, aber auch viel Geld.

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