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Kolumnen
07/22/2021

Abgeschafft (3)

Die Farbe Schwarz beschreibt zu oft Negatives und ist im politisch korrekten Verschiss - und was ist mit roten Zahlen?

von Andreas Schwarz

Einmal noch soll vom Wort schwarz die Rede sein, das politisch korrekt abgeschafft wird, wenn es etwas Negatives beschreibt (so wie „schwarzfahren“).

Schwarzmalen, schreibt Leser H., verbiete sich, weil es ein negatives Ereignis herbeiredet.

Schwarzgeld wird mit dunklen Geschäften gemacht und erst gut, wenn es (pfui!) weißgewaschen ist.

Nur schwarze Zahlen in der Bilanz sind etwas Erwünschtes (und gegen die bösen roten Zahlen müssten eigentlich die Sozis zu Felde ziehen).

Da sei wieder an die wunderbare Geschichte von einem der ersten schwarzen Fußballer in Österreich erinnert, die der hoch geschätzte Kollege Winheim zu erzählen weiß: Als Waldemar Graciano Jacaré in den 1960ern die Prämien ausblieben, zog er bei einem Interview beide Hosensäcke nach außen und lachte in die TV-Kamera: „Heut’ bin i Doppel-Neger“. Neger stand für pleite sein. Der Begriff ist natürlich längst doppelt abgeschafft.

andreas.schwarz@kurier.at
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