Zehn wichtige Kinderrechte - von Beteiligung.st und dem Graz Museum für die Kinderrechte-Tour - ob digital oder doch irgendwann einmal wieder analog - zusammengestellt.

Zehn wichtige Kinderrechte - von Beteiligung.st und dem Graz Museum für die Kinderrechte-Tour - ob digital oder doch irgendwann einmal wieder analog - zusammengestellt.

© Beteiligung.st, grazmuseum.at/Montage: KiKu

Kiku
11/19/2020

Virtuelle Museums-Tour zu Kinderrechten

Graz Museum und Beteiligung.st laden ein, online einige Ausstellungsbilder anzuschauen und sie auf Kinderrechte zu überprüfen.

von Heinz Wagner

In Normalzeiten hätte es im Graz Museum besonders jetzt in der Woche rund um den Geburtstag der Kinderrechts-Konvention (20. November) eine Art Entdeckungstour durch die Ausstellung „360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt“ gegeben. Diese Ausstellung trägt den Untertitel „Was hat die Stadtgeschichte mit Menschenrechten und Demokratie zu tun?“

Ausstellungsobjekte wie unter anderem ein Plan der steirischen Landeshauptstadt mit einer vor rund 50 Jahren vorgesehen Autobahn quer durch die Stadt gehört ebenso dazu wie das Ordinationsschild von Dr. Oktavia Rollett. Sie war die erste Ärztin der Steiermark und gehörte zu den ersten Frauen, die studieren durften. Diese und andere Objekte laden dazu ein, sich Gedanken zu machen, welche der Kinderrechte das jeweilige Bild berührt – erfüllt oder das genaue Gegenteil von seit nun mehr als 30 Jahren geltenden Rechten ist.

Wegen des Lockdown mit Fernunterricht und geschlossenen Museen findet die Aktion von Beteiligung.st (Die Fachstelle für Kinder-, Jugend- und BürgerInnenbeteiligung) und Graz Museum nun über Distance Learning statt. Einerseits können Lehrer_innen sich die Unterlagen – mit den Arbeitsblättern – schicken lassen. Die Arbeitsblätter – neben Ausstellungsstücken immer auch Blätter, auf denen die Meinung der jungen Besucher_innen gefragt ist – gibt es auch über die Homepage des Museums digital.

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Unter anderem gibt es diese Zeichnung mit dem Titel „Der Liftboy“ in der Graz-Museum-Ausstellung und dazu diese Infos: Diese hier oben abgebildete Zeichnung zeigt Abdullah Javer. Er wurde in Zentralafrika geboren und ist vor mehr als 100 Jahren nach Graz gekommen. Er war türkischer Sprachlehrer. Grazerinnen und Grazer kannten ihn aber vor allem als „schwarzen Liftboy“ des Traditionskaufhauses Kastner & Öhler. Zu seinen Aufgaben gehörte es, die Gäste freundlich und höflich zu empfangen und den Aufzug für sie zu bedienen.
Anfang des 20. Jahrhunderts setzten viele europäische Warenhäuser auf derartige „exotische“ Attraktionen, um das Flair der großen, weiten Welt zu verbreiten.

Nun liegt's an dir, welchen Kinder- und Menschenrechten dieser Umgang mit Abdullah Javer heute widersprechen würde.

Follow@kikuheinz

grazmuseum -> Kinderrechte-im-Graz-Museum-1.pdf

beteiligung.st/

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