Frankreichs Botschafter im KiKu- und SchauTV-Interview

© Wolfgang Semlitsch/SchauTV

Kiku
03/27/2019

Über Kochen und Essen miteinander reden

Frankreichs Botschafter in Österreich im Interview mit Kinder-KURIER und SchauTV.

von Heinz Wagner

Der Botschafter Frankreichs in Österreich, François Saint-Paul, besuchte am Good-France-Tag unter anderem die private Tourismusschule Modul der Wiener Wirtschaftskammer in Döbling. Nachdem er sich durch einige der Speisen in der Küche durchgekostet hatte, gab er dem Kinder-KURIER und SchauTV ein Interview:
Was ist die Idee hinter dem seit einigen Jahren durchgeführten Aktionstag der guten französischen Küche rund um Frühlingsbeginn?
Ziel dieser Aktion rund um Frühlingsbeginn ist der Meinungsaustausch über das Kochen und das Verstärken eines Miteinander. Essen ist sehr wichtig und wird künftig noch viel wichtiger sein. Die Leute wollen besser Bescheid wissen, was sie essen. Und sie sind daran interessiert, dass das Essen geselliger wird. In Frankreich sprechen wir von der Tisch-Kunst und meinen damit, Essen ist nicht nur was Physisches, sondern auch etwas Emotionelles. Das Wichtigste ist, dass niemand einsam isst.

Die französische Küche ist vielfach durch ihre Üppigkeit bekannt. Bei dieser Aktion wird immer wieder betont, dass es nicht nur um gute, sondern auch gesunde Küche geht?
Die französische Küche ist immer eine Mischung und es gibt auch ständig Innovation. Man kann nicht sagen, dass die französische Küche nicht beeinflusst werde - im Gegenteil, in dem Sinne kann auch Österreich viel bringen.

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Was brachte oder bringt Österreich der französischen Küche?
Sie bringt den Willen, mit Naturprodukten zu kochen und wir sehen einen großen Vorteil hier: Wenn wir in Frankreich Reformen durchbringen wollen, um die Jugend besser für die Zukunft vorzubereiten, sehen wir Schulen wie dieser ein Modell der Ausbildung. Ich bewundere diese Jugendlichen und ihre Lehrerinnen und Lehrer.

Gibt es diese Verbindung der praktischen Ausbildung mit Allgemeinbildung in Frankreich nicht?
Noch nicht genug.

Nochmals zurück zum Tag der französischen Küche, mit dem sie diese in die Welt bringen wollen. Warum begehen Sie diesen Tag?
Es geht uns um die Kunst des Lebens, die wir für sehr wichtig halten. Die französische Gastronomie wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wir wollen damit das Miteinander verstärken, die Leute ermutigen, gute Momente gemeinsam verbringen zu können. Küche ist vielleicht - seit der Antike - die älteste Methode in der Welt, das Miteinander zu fördern und feiern.

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