Ausschnitt aus dem Text von Mara

Ausschnitt aus dem Text von Mara

© UNICEF Österreich

Kiku
11/16/2020

Top3-Texte - leichter zu lesen

Die drei Top-Texte – hier in Textform

Denk dir die Welt

Mara, 12 Jahre

Hallo, ich bin Gott, so nennen mich zu mindestens die Menschen. Ich heiße nicht Gott, ich habe keinen Namen, keine Bestimmung oder Geschlecht. Ich bin kein Wesen, welches man sich vorstellen und anfassen kann. Ich bin eine Seele oder besser ausgedrückt ein „Licht" voller Hoffnung. Mich gibt es gar nicht, nur durch die Vorstellung der Menschen, jedoch bin ich das Leben, das alles zusammenhält, jedes kleine Stückchen dieses Universums. Die Menschen sind so klein und zerbrechlich, dass sie so unwichtig wirken mit ihren Problemen. Diese Probleme wären so einfach zu lösen, warum?

Menschen sind doch nur Zweibeiner, die sich einbilden, dass sie etwas besonders wären. Sie halten nicht einmal zusammen, sondern zerstören sich selbst und die Welt noch dazu. Man will es nicht glauben, aber Tiere und Menschen sind genau dasselbe. Sie leben alle auf diesem winzigen blauen Planeten. Der ihnen Schutz, Luft und ein Zuhause bietet, denken die meisten von ihnen.

Da draußen auf dieser Erde gibt es Menschen, die kein Zuhause haben, niemanden den sie in den Arm nehmen können. Kinder. Einige haben ein tolles Leben, aber auch viele davon wissen nicht mal was ihre Bestimmung ist. Diese Kinder haben nichts, kein Zuhause, keine Familie und keine Zukunft auf besseres Leben. Kinder, die die Schulden der Erwachsenen abarbeiten müssen, sind oft krank, seelisch wie auch körperlich. Menschen sind oft unberechenbar. Sie wissen nicht was sie tun, aber tun so, als wären sie die Profis ihrer Zeit. Das Meer ist nicht wiederzuerkennen. Fische, Pflanzen und Wasser leiden unter den Umweltverschmutzungen der Zweibeiner. Menschen mögen das Meer als Nahrungsquelle, Schwimmpark und Aussicht, haben aber keine Skrupel, dem Meer zu schaden. Sie lieben es einzigartig zu sein, diskriminieren andere Leute wegen ihrer Hautfarbe, Krankheit und Liebe.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen, diese verfressene Wessen, endlich mal vegetarisch leben würden, um zu begreifen, dass man Tiere respektieren und nicht in diese Massenzucht stecken sollte. Ich verstehe nicht warum Tiere kein tolles Leben führen und nicht jeden Tag auf die Weide dürfen. Es gibt keine Flugzeuge mehr, Menschen gehören nicht in die Luft, sondern auf den Boden. Ich würde mir vorstellen, dass jeder hier kein eigenes Auto besitzt. Straßenbahnen, Busse und Autos fahren fast nur noch unter der Erde, damit überirdisch Bäume, Blumen, Sträucher, Menschen wieder Raum haben. Wie ein riesengroßer Park für alle Geschöpfe. Jeder Mensch hat gleich viele Rechte, egal ob Mann, Frau, mit Behinderung, jung oder alt. Menschen die im Monat über 3500€ verdienen, sollten im Jahr mindestens 1500€ an gute Zwecke spenden. Es ist für arme Menschen trotzdem möglich sich eine Wohnung zu leisten oder zu kaufen. Jeder bei uns findet einen Job, auch Flüchtlinge und andere Leute ohne Abitur, Abschluss, Menschen die nicht ihre Sprache sprechen. Der Dschungel ist ein wunderschönes Gebiet ohne Lärm, Bagger und Menschen. Der Regenwald ist das Leben der Spinnen, Jaguaren und Schlangen. Jede Liebe dieser Welt wird akzeptiert so wie sie ist ohne· blöde Kommentare und Mobbing.

Diese ist jetzt die Zeit, in diesen Moment, in der ich lebe. Alles wäre so einfach, würden die Menschen daran, an sich glauben, etwas bewirken. Ich glaub daran, denn wir sind Gott.
 

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Der Kinder Recht, muss ernst genommen werden, echt!

Anna-Lena, 13 Jahre

Kinder sollen das Recht haben,
ihre eigene Meinung zu sagen.
Sie sollen ernst genommen werden,
hier auf Erden.

Die Erwachsenen müssen lernen,
das was sie uns mitteilen dazuzulernen.
Sie haben auch das Recht auf Freizeit, und nicht nur Arbeitszeit.

Zeit zum Spielen und sich erholen,
darf man sich als Kind rausholen.

Auch mit Zeit zum künstlerischen Malen,
sollen Kinder können prahlen.

Dass sich das ändert wünsch ich mir,
das würde helfen mir, wie dir.

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Perfect World

Ayleen, 13 Jahre

Wie jeden Morgen wache ich um 06:30 Uhr auf, ziehe mich an, gehe frühstücken und fahre mit dem Bus in die Schule. Der Corona-Alltag beginnt. Das Schulgebäude müssen wir mit Masken betreten und bis ins Klassenzimmer aufbehalten. Die erste Stunde beginnt und nach vier weiteren haben wir dann endlich aus. Ich gehe von der Schule zur Bushaltestelle und warte auf den Bus. Beim Warten fällt mir auf wie viel Müll eigentlich auf der Straße liegt und komischerweise zappelt dort eine Plastiktüte. Ich möchte nachsehen, was es ist und laufe schnell auf die Straße, um die Plastiktüte zu holen. Beim Hinüberlaufen bemerke ich, dass sich ein Eichhörnchen darin verfangen hat. Kurz bevor ich es erreichen kann, wird plötzlich alles schwarz, das Einzige, was ich noch höre, ist das Quietschen von Autoreifen.

Wieder wache ich in meinem Bett auf, es ist 06:30 Uhr und ich denke, das war nur ein böser Traum. Ich ziehe mich an, gehe frühstücken und warte unten beim Haus, wo die Bushaltestelle ist, auf den Bus. Das Erste, was mir auffällt, keiner trägt eine Maske und keiner hält den Sicherheitsabstand ein. Verwundert will ich schon meine Maske aufsetzen, da der Bus kommt, als mich ein anderer fragt:

"Hä, was willst du mit der Maske?", irritiert setze ich meine Maske wieder ab und steige in den Bus, auch dort drinnen hält keiner den Sicherheitsabstand ein und keiner trägt eine Maske, das einzige worüber sich der Buschauffeur beschwert, ist, dass ein Junge seine Trinkflasche ausgeschüttet hat. Im Schulgebäude kann ich keinen einzigen Hinweis darauf finden, dass es eine Maskenpflicht gibt. Die Stunden laufen ganz normal ab, außer dass wir nicht unsere Hände desinfizieren müssen. Nach der Schule gehe ich wieder zur Bushaltestelle und bemerke, dass alle Straßen sauber sind, auch die Gehwege und die Wiese neben dem Postamt, alles ist sauber und im Park toben Eichhörnchen, das gab es schon lange nicht mehr. Zu Hause wartet die nächste Überraschung auf mich, es gibt kein Fleisch mehr zu essen und als ich später google was Massentierhaltung ist, weiß das Internet keine Antwort darauf. Mein Gehirn überschlägt sich mit Gedanken, gibt es jetzt wirklich keine Massentierhaltung mehr, sind jetzt alle vegan und was ist mit dem Klimawandel und der Umweltverschmutzung? Ich forsche im Internet nach und wie es aussieht, gab es nie irgendwelche Umweltkatastrophen und der Klimawandel fand erst gar nicht statt. Die Polkappen schmelzen nicht und die Eisbären sind nicht vom Aussterben bedroht genauso wenig wie die Schildkröten und Koalabären. Und eine dritte große Überraschung hält das Internet für mich auch noch bereit: Es gibt keine Kriege auf der Erde, ist das zu fassen, es gibt Weltfrieden, alle verstehen sich gut. Plötzlich höre ich eine besorgte Stimme: "Sie muss doch wieder aufwachen, gibt es nicht irgendetwas was wir tun können?", das ist die Stimme meiner Mutter, ich drehe mich um, aber da steht keiner. Auf einmal beginnt sich alles zu drehen, es wird wieder schwarz, ich öffne meine Augen, muss sie aber schnell wieder schließen, da das grelle Licht, das von der Decke scheint, mich blendet. Meine besorgte Mutter umarmte mich und ihr tränenüberströmtes Gesicht sieht mich lächelnd an. Der Arzt, der gerade in den Raum kommt, erklärt mir, dass ich zwei Tage im Koma gelegen bin, da ich einen schweren Autounfall hatte und ich erzählte den anderen, was für eine schöne Welt ich gesehen habe. Ich hoffe, diese Welt wird einmal Wirklichkeit.

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