Modell und VR-Bilder für einen grüneren Badener Straßenabschnitt von Jakob Ziegelbauer, Gabriel Pelikan, Patrick Dorn, Luca Henninger aus der HTL Mödling

© Franz Gruber

Kiku
06/10/2019

Sustainability: Schlaue Planung für grüne Straße

HTL-Mödling. Smart Street für Badener Kaiser-Franz-Josef-Ring und weitere Projekte rund um Nachhaltigkeit.

Einer der vier Schüler wohnt in Baden (bei Wien, aber noch viel näher bei Mödling). Gemeinsam mit seinen Kollegen Jakob Ziegelbauer, Gabriel Pelikan und Patrick Dorn machte sich Luca Henninger daran, für seine Heimatstadt mehr Grün zu planen.

Die vier nahmen sich für ihre Diplomarbeit einen rund 600 Meter langen Abschnitt des Kaiser-Franz-Josef-Ringes vom Bahnhof weg vor. Zum einen wollen sie Gleise der Badner Bahn und Hausfassaden begrünen. Das ist nicht nur fürs Auge, sondern verbessert das Mikroklima. Die Jungplaner wollen auch Fahrbahnen verlegen, ohne deswegen Autos zu verbannen.

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Jenen Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind – oder sein wollen – räumen die Jungplaner auf diesem Streckenabschnitt mehr Stellenwert ein.

Die vier Schüler haben natürlich aus ihren Überlegungen ein Modell gebaut. Nicht nur, sie griffen zum System „Building Information Modeling“ (BIM). Vereinfacht gesagt heißt das: Alle möglichen Informationen fließen in so eine Planung ein. Das umfasst über die sichtbaren Teile hinaus alle Angaben über unterirdische Leitungen, Kanäle usw. Außerdem erlaubt das digitale umfassende Modell ein virtuelles Wandern mit VR-Brille durch die umgebaute Straße.

Demnächst stellen die Jungplaner ihre konkreten Visionen dem Bürgermeister und Verantwortlichen der Stadt Baden vor.

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E-LAF - elektrisches Lastenfahrrad

Ein Fahrrad mit vorne dran einem „Käfig“ für eine Vielzahl kleiner und mittlerer Lasten oder ein ziemlich großes Trum - das stellten Lukas Jesenko und Maximilian Standhartinger aus der HTL Braunau (OÖ) im Finale vor. Auf die Idee dazu kam der Erstgenannte, als er die Partnerschule in León (Nicaragua) besuchte. Vieles, wenn nicht das meiste Zeugs, nicht selten auch Menschen werden dort mit Fahrrädern transportiert - und das auf meist holprigen Straßen.

Um die Last des Strampelns zu verringern dachte er sich mit seinem Projekt-Partner einen Elektroantrieb für so ein Lastenfahrrad aus. Der Akku für den e-Motor kann über Sonnenstrom geladen werden. Das Dach des Transport„käfigs“ zieren Solarpanele.

Das Duo achtete auch darauf, dass alles aus einfachen, kostengünstigen Teilen hergestellt werden kann, sollen doch die Konstruktionspläne an die Schule, mit der seit rund 25 Jahren eine Partnerschaft besteht, geschickt werden, die in der Folge für bzw. mit der Bevölkerung von León solche Räder selber herstellt.

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„Well & Stone Junior Company“ ...

... nannten 18 Jugendliche der BHAK/BHASch St. Johann (Salzburg) ihr für ein Schuljahr gegründetes Unternehmen.  Shampoo in fester Form – um Plastikflaschen zu vermeiden - ist das Produkt, das sie herstellten und verkauften. Im Badezimmer können Kund_innen das feste Haarwaschmittel aus Shea-Butter, Tensiden, Maisstärke und ätherischen Ölen auf Schalen aus Speckstein legen – von dieser Juniorfirma produziert, ebenfalls zur Verringerung des Kunststoff-Konsums. Das erklären und zeigen Thomas Schweiger, Moritz Müllner, Lukas Gruber, Sophia Nadegger, Laurin Leimlehner dem Kinder-KURIER.

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Wind Energy Booster

Wie könnte mit einem Windrad noch mehr Energie gewonnen werden? Ein Lehrer der HTL Mödling hatte dazu eine Idee: Verschiebbare Zusatz-Massen auf den Rotorblättern. Aber würde das auch echt mehr bringen?

Nun, die drei Schüler Christian Lurger, Jure Macan und Philipp Schwarz bauten dazu eine Versuchsanordnung: Drei Rotorblätter, verschiebbare Massen und angeschlossene Prüfgeräte. Die Konstruktion setzten sie nicht dem Wind aus. Für die Kraft sorgen - natürlich nur in der Versuchsanordnung - Elektromotoren.

Bisherige Ergebnisse sind erfolgversprechend - und dienen immerhin als Basis für eine weiterführende Masterarbeit an der FH Burgenland.

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PowerKite

Ebenfalls auf die Kraft der Winde, aber in ziemlich anderer Form, setzen Matteo Ingengneri, Lukas Gassner, Lukas Buza und Mario Lang vom TGM (Technologisches Gewerbemuseum), Wien. Sie setzen auf einen Lenkdrachen, einen Kite, einen speziellen, der mit drei Schnüren gesteuert wird. Irgendwo dazwischen bauen sie eine Lenkstange an diesen Schnüren ein, führen die Schnüre über zwei Fahrradfelgen, die sie an einer Vorrichtung auf einer handelsüblichen Palette montieren. Über die angehängte Fahrradkette geht’s zu einem Akku. Unter dem „ganz vielen Zeugs“, das die vier Schüler auf der Palette angebracht haben, findet sich auch ein Gleichstromgenerator. Der „eingefangene“ Wind betreibt diesen und „befüllt“ den Akku.