Jugendliche lesen aus Büchern des Autors robert Klement - der selbst im Publikum saß

© Heinz Wagner

Kiku
03/14/2019

Rollentausch zwischen Autor und Jugendlichen

Ein Lesefest für den Jugendbuch-Autor Robert Klement in der NMS Mira-Lobeweg (Wien-Donaustadt). Fast 90 Fotos.

Ein Autor kommt in eine Schule – und liest. Das kommt immer wieder vor. Der umgekehrte Fall, ein Autor kommt und er hört (fast) „nur“ zu – das könnte vielleicht sogar eine Premiere gewesen sein. So geschehen Mitte März in der Neuen MittelSchule in der Rennbahnsiedlung in Wien-Donaustadt. Schon die Adresse der Schule ist ein Statement fürs Lesen: Mira-Lobe-Weg benannt nach der Autorin, die mehr als 100 Kinderbücher darunter so Allzeit-Hits wie „Das kleine ich bin ich“ oder „Die Geggis“ verfasst hatte.

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Auszüge aus einem Dutzend Büchern

Und diese Schule veranstaltete nun ein Lesefest. Eingeladen war Robert Klement. Kinder und Jugendliche aller Klassen der Schule hatten Auszüge aus fast einem Dutzend seiner mehr als zwei Dutzend vor allem Jugendbücher vorbereitet. Und so lasen sie Passagen aus so brisanten Büchern wie „70 Meilen zum Paradies“ (über Mittelmeer-Bootsflüchtlinge - schon vor mehr als zehn Jahren geschrieben), „Halbmond über Rakka“ (Jugendliche, die in den Dschihad in Syrien zogen) oder Straßenkinder in Brasilien („Die Panther von Rio“) ... - alle lesenden Jugendlichen und vorkommenden Bücher in der ersten Bilderstrecke.

Christian und Sascha ...

... eröffneten mit einem Dialog übers Lesen ...

... und die Schulbücherei ...

Sulihan und Edi begrüßten offiziell den Autor und...

... hießen ihn herzlich willkommen ...

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... Sulihan eröffnete auch den Reigen von Wörtern rund ums Lesen in anderen Sprachen ...

Anes las - als Auftakt für viele folgende Beiträge ...

... wo Jugendliche (hier Anela) ...

... Passagen aus Büchern von Robert Klement lasen

... wie Blerta, die ...

... wie die Kids vor ihr aus "Halbmond über Rakka" lasen...

Hamsat las aus "70 Meilen zum Paradies"

... und auch er verewigte sich mit Wörtern aus seiner Erstsprache ...

... Nikolaj setzte fort aus dem preisgekrönten und in vielen Auflagen erscheinen Jugendroman über Flüchtlinge aus Somalia, ...

... die übers Mittelmeer nach Europa ...

... gekommen sind ...

... auch Dominika las aus diesem Buch...

Sandro zitierte aus ...

... durch den Fluss ...

Ana erzählte über ...

... "Stimme aus der Finsternis" ...

...

Johannes las aus ...

... "Die Kinder von Leninakan"

Aus "Die Spur des Leoparden" war von Hewad was zu hören ...

...

...

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... der auch das Plakat ergänzte ...

Mario las aus...

... "7 Tage im Februar"...

...

Nur sprach über ...

... "Die Ruine des Schreckens"...

Jonathan hatte ...

... Auszüge aus "Warte bis die Nacht anbricht", ..

...

.. über das auch Denis sprach ...

Umara stellte "Alice" vor ...

...

...

Marcel ...

... stellte ...

"Ein Schloss in Schottland" vor ...

Musik gab's von Alex am Schlagzeug...

Carlos ...

... am Keyboard ...

...

... auf dem auch Rechel spielte ...

.. sowie vom Trio Alex, Antonio und Emely...

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Giovanni bat dann den Autor nach vor...

... um mit ihm ein Interview zu führen...

...

... bei dem später auch andere Schüler_innen ...

... einige Fragen stellten ...

... das programm des lesefestes ...

Zum Ausklang spielten auch zwei Lehrer ...

... mit dem schlagzeugenden Schüler, nämlich Andreas Julius Fasching und Thomas Stiermaier

Noch ein paar Schnappschüsse ... weitere in einer zweiten Bilderstrecke ...

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Musik

Zwischen Lesungen oder Buchvorstellungen spielten einige Jugendliche - Solo oder in Gruppen auf Instrumenten - vom Schlagzeug (Alex) über Keyboard (Carlos bzw. Rechel) bis zum Saxophon (Emely). Zusätzlich erzählten die Jugendlichen, die Bücher präsentierten noch, wie viele und welche Sprachen sie können - und das ist auch gut ein Dutzend. Manche schreiben auch Wörter rund ums Lesen in diesen Sprachen - von Russisch über Tschetschenisch bis Philippinisch (in diesem Fall nicht Tagalog) und Französisch.

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International

Und das berührte den Autor sehr. Anlass für das Fest, das die Lehrerin Elisabeth Fraberger, die auch das Vorwort für eine 16-seitige Festschrift für Robert Klement geschrieben hatte, war sein 70. Geburtstag, der schon im Jänner war. Er habe natürlich zu diesem runden Jubiläum einige Feste erlebt, aber noch nie ein so internationales. Und er bestärkte die Jugendlichen, stolz auf diese Internationalität zu haben - von der sie sicher noch in Jahrzehnten profitieren werden. Toleranz sei sozusagen das Zauberwort fürs Zusammenleben, so Klement.

Gratulation an den Autor Robert Klement durch die Schulsprecherin Sulihan Mezkidoca

Geschenke von der Lehrerin, Elisabeth Fraberger, ie die Lese-Feierstunde organisiert hatte

Der Jubilar mit einem der Geschenke, einem großen Notizbuch...

Gruppenfoto...

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Einige der Bücher von Robert Klement...

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Blick durch eines der Bücherregale auf das Lesefest

Das Buffet - von Schüler_innen mit Lehrkräften in der Schulküche zubereitet, wird geliefert...

Klassen- und Schulgemeinschaft

Sulihan, die Schulsprecherin, erzählte übrigens am Rande deslockeren Ausklangs des Lesefestes dem Kinder-KURIER, dass sie die Wahl zur Vertreterin ihrer Schulkolleg_innen gewonnen hatte, weil „ich mich für mehr Klassengemeinschaften - auch Projekte von 4.- mit 1.-Klässlern - eingesetzt habe. Sportturniere und andere Aktivitäten sollen das auch stärken und mithelfen, Streits zu vermeiden.“

http://www.robertklement.com

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