David Baldessari als Musiker

© Sebastian Hoffmann

Kiku
02/18/2020

Freigeist verbindet Musik und Schauspiel

David Baldessari, der den Musik-besessenen „Orpheus“ im Theater des Kindes spielt, im Gespräch mit dem Kinder-KURIER.

von Heinz Wagner

Der fast 33-jährige David Baldessari spielt im Theater des Kindes in Linz „Orpheus“ – als Schauspieler, Musiker und Sänger agiert er ganz allein auf der Bühne. Mehr über dieses Stück im Link weiter unten. Der gebürtige Vorarlberger – aus Göfis (zwischen Feldkirch und Rankweil) – spricht mit dem Kinder-KURIER über seinen Werdegang.

Was war zuerst da, die Musik oder das Schauspiel?
Baldessari: Zuerst war die Musik da. Mit sieben Jahren hab ich meine erste Gitarre bekommen. Allerdings hab ich den Musikschulweg schnell abgebrochen. Das war mir zu regelorientiert, ich war schon damals freigeistiger. Hobbymäßig hab ich aber weiter gespielt und mir die Lieder, die mir gefallen haben, selbst beigebracht.

Und wie wurden Musik und Schauspiel zum Beruf?
Beruflich hab ich zuerst ganz was andres gemacht, ich bin gelernte Gastronom – in der Tourismusschule Bludenz, hab dann nach dem Zivildienst einen langweiligen Bürojob gemacht. Mit ungefähr 24 stand dann für mich die Entscheidung: jetzt oder nie was Neues machen.

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Offenbar doch was Neues?!
Mit 24 hab ich dann begonnen Schauspiel zu studieren – in Innsbruck. Direkt danach wurde ich nach Eggenfeld in Niederbayern engagiert. Im Theater an der Rott wurde damals neue ein Kinder- und Jugendtheater-Ensemble aufgebaut.

Und wie kam die Verbindung nach Linz zustande?
Andreas Baumgartner, künstlerischer Leiter des Theaters des Kindes hat in Eggenfelden „Kasimir und Karoline“ (Ödön von Horváth) für die Open-Air-Bühne inszeniert. Dort kamen wir in Kontakt. Direkt im Anschluss hat er mich gebeten, die Musik für „Pinocchio“ (2018) im Theater des Kindes zu schreiben und spielen.

In Eggenfeld hast du „nur“ Schauspiel oder auch Musik gemacht?
Während des Schauspiel-Studiums hab ich daneben auch mit einem Akustikduo kleinere Musikprojekte gemacht. In der Ausbildung kam natürlich die Verbindung von Musik und Schauspiel ein bisschen vor, für unser Abschlussprojekt haben wir sogar eine eigene Band gegründet. Musik ist auch die Sprache auf der der Andreas und ich uns gefunden haben.

Ist aus dieser Verbindung überhaupt erst die Idee zum „Orpheus“ entstanden?
Ich war da ja schon fürs Theater des Kindes angestellt. Das Haus hat immer auch ein Solostück. Henry Mason (Regie, Text und Ausstattung des Stücks) hat mich und meine Musik schon im Pinocchio gehört und gesehen. Die Musik hat ihm gefallen und er bekam vom Theater den Auftrag für „Orpheus“.

Habt ihr dann das Stück gemeinsam entwickelt?
Henry hat eine Rohfassung des Textes geschrieben, sie mir gegeben und mich um einen Meinung und Inputs gefragt. Gleichzeitig hab ich Musik komponiert und ihm geschickt. Im wechselseitigen Austausch ist dann die Endfassung entstanden, die wir zu proben begonnen haben.

Follow@kikuheinz

David Baldessari

Orpheus
Eine alte Geschichte neu erzählt und gesungen
Uraufführung von Henry Mason
55 Minuten; ab 9 J.

Regie/Stück/Ausstattung: Henry Mason

Orpheus: David Baldessari

Einspielungen:
Eurydike: Daniela Dett
Kalliope: Simone Neumayr
Apoll: Matthias Hacker
Die Musen: Katharina Schraml
Kapitän der Agronauten: Harald Bodingbauer
Charon der Fährmann: Andreas Baumgartner
Totengötter: Henry Mason
Diverse andere Figuren: Ensemble Theater des Kindes

Musik: David Baldessari

Regieassistentin: Greta Victoria Christl
Licht: Franz Flieger Stögner
Vorstellungstechnik: Stögner/Jungmaier/Tödtmann/Huber

Wann & wo?
Diese und die nächste Spielsaison
Theater des Kindes: 4020 Linz, Langgasse 13
Telefon: 0732/60 52 55 oder
Theater des Kindes -> Orpheus

Events.at -> Orpheus

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