Kinder derVolksschule Haebergasse (Wien-Meidlung) samt der neuen Zoom-Direktorin und Stadträt_innen rund um die neue Klingel

© Heinz Wagner

Kiku

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Das Zoom Kindermuseum hat nun eine Klingel beim Eingang mit Begrüßungen in elf Sprachen – und eine neue Direktorin.

von Heinz Wagner

12/02/2019, 03:22 PM

Ein Druck auf den Klingelknopf – und es schallt dir „Herzlich willkommen im ZOOM Kindermuseum!“ dir entgegen. Wenn du bei Juli klingelst. Läutest du bei Sara, so hörst du die Begrüßung auf Spanisch, bei Izabela auf Polnisch und bei Haaron auf Turkmenisch.

Die Klingelanlage – inspiriert von einer Idee aus Berlin – wurde Montagvormittag gemeinsam von Kindern, der neuen Direktorin des Zoom Kindermuseums im Wiener MuseumsQuartier und zwei Stadträt_innen enthüllt.

Haaron, Elmir, Lena, Lina, Mascud, Sara, Izabela, Majeda, Ahmet und Stefan aus der 4c der Volksschule Haebergasse (Wien-Meidling) haben die Willkommens-Botschaften in ihren Erstsprachen im Tonstudio des Zoom aufgenommen: Turkmenisch, Albanisch, Kroatisch, Serbisch, Somali, Spanisch, Polnisch, Türkisch, Arabisch und Niederländisch. Deutsch steuerte die schon genannte Juli bei, eine vielfache blinde Besucherin. Und so findet sich auf den Namensschildern diese auch in Braille-Schrift.

Die mehrsprachige Begrüßungs-Klingel nannte die neue Direktorin, Andrea Zsutty, eine „architektonische Intervention“. Sie setzt erklärte sie bei der Antrittspressekonferenz an ihrem ersten Tag auf mehr Mit-Beteiligung von Kindern und auf Rausgehen aus dem MuseumsQuartier.

Beschwerdechor junior

Neben der Klingel, die ja von Kindern besprochen wurde kündigte die langjährige Kunst- und Kulturvermittlerin – u.a. mehr als 20 Jahre im BankAustria Kunstforum Wien – die Gründung eines Beschwerdechores Junior an. Die künstlerischen Leiter des „alten“ Beschwerdechors werden ab dem 12. Februar gemeinsam mit Kindern zwischen 8 und ca. 12 Jahren zunächst Themen sammeln, über die sich die jungen Stadtbewohner_innen beschweren wollen, was sie stört oder gern geändert hätten. Danach werden daraus Texte verfasst – und erst dann geht’s ans Singen.

Außenstellen

Nicht nur weil das Zoom Kindermuseum mit einer Vollauslastung für viele Kinder und Familien, die es besuchen wollen, seeeehr lange Wartezeiten hat, möchte Zsutty mittel- oder langfristig Außenstellen in anderen Teilen der Stadt. In den vergangenen Jahren hatte das Zoom immer wieder schon zeitweise „Pop-Up“-Außenstellen. Das wolle sie gern weiterführen, denke aber auch an fixe Dependancen. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Kinder-/Jugend-Stadtrat Jürgen Czernohorszky unterstützen beim Pressegespräch die Idee – noch sei aber in Sachen Finanzierung dafür gar nichts fix.

Super-Team

Da das Kindermuseum für seine monatelang laufenden Ausstellungen einen recht langen Vorlauf hat, werde ihre Handschrift erst mit der übernächsten Mitmach-Ausstellung zu sehen sein. Nach der jetzigen über den menschlichen Körper sei die kommende über Holz schon lange geplant und vorbereitet worden. Zsutty, die auch schon in verschiedenen anderen österreichischen aber auch ausländischen Städten Kulturvermittlungsprojekte durchgeführt, aber auch einen Lehrgang zum Thema geleitet hat, lobte auch den Übergang von ihrer Vorgängerin, Elisabeth Menasse-Wiesbauer und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem bestehenden Zoom-Team.

Dieser Job sei der schönste, den sie sich vorstellen könnte, glänzten die Augen der neuen Direktorin. Das sei schon immer ihr Traum gewesen. „Da brauchst du niemandem erklären, warum du für Kinder arbeitest“, begründete sie dies dem Kinder-KURIER gegenüber auf die Frage nach dem warum. In jedem anderen Museum – die meisten haben mittlerweile ja auch Vermittlungsprogramme – „musst du das dennoch immer wieder erklären“ und schilderte Begegnungen mit erwachsenen Besucher_innen am Tag davor in einem großen Wiener Museum, die großes Unverständnis über das Vermittlungsprogramm mit jungen und jüngsten Gästen zeigten.

https://www.kindermuseum.at/

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