Kiku
10.05.2018

Blas- mit Streichinstrumenten und ein Wasser-Experiment

Vier Wiener Philharmoniker und der Parade-Physiker Werner Gruber gastierten bei der Jugend-Friedens-Preis-Gala.

Kurz nach Beginn der diesjährige Jugend-Friedens-Gala spielten vier Musiker der Wiener Philharmoniker – und verwirrten ein bisschen mit dem Namen des Musikstücks: Flötenquartett in D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Allerdings spielte nur Wolfgang Breinschmid auf einer Querflöte. Martin Kubik (Violine), Innokenti Grabko (Viola) und Raphael Flieder (Violoncello) waren die anderen drei auf definitiv keiner Flöte. Diese „kammermusikalische“ Besetzung ist nicht unüblich und dennoch haben die vier genau dieses Stück als das passende für den Jugend-Friedens-Preis ausgewählt, „weil die Kombination Blas- und Streichinstrumente doch eher selten ist“, so Wolfgang Breinschmid im Interview mit Eser Ari-Akbaba auf der Bühne.

Zusammenhalt oder nicht

Dass Wissenschaft auch mit Frieden, leider oft genug auch mit dem genauen Gegensatz, zu tun hat, gestand DER Populär-Physiker schlechthin, Werner Gruber, ein. Viel zu oft hätten Angehörige der Physik Bomben und andere Waffen erfunden. Wissenschaft könne und solle aber Beiträge für friedliche Entwicklungen leisten. Er selbst versuchte mit einem recht einfachen physikalischen Experiment zu verdeutlichen, wie sich der Unterschied zwischen Zusammenhalt und dem Gegenteil auswirken könne. Dazu ließ er zunächst Wasser durch ein Sieb rinnen. Danach drückte er das Sieb direkt auf die Öffnung der Flasche. Und siehe da – das Wasser blieb, obwohl er die Flasche senkrecht nach unten hielt, in der Flasche, nichts rann mehr durch. „Wassermoleküle halten zusammen – so wie Menschen sich auch an den Händen halten können!“

Danach goss er Spülmittel in die Flasche. Selbe Versuchsanordnung und? Die nunmehrige flüssige Mischung konnte vom dagegen gedrückten Sieb nicht aufgehalten werden. „Das Spülmittel verringert die Oberflächenspannung des Wassers, die Moleküle halten nicht mehr so stark zusammen...

Philharmoniker und Physiker

Vier Wiener Philharmoniker und DER Physiker

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Wolfgang Breinschmid (Querflöte), Martin Kubik (Violine), Innokenti Grabko (Viola) und Raphael Flieder (Violoncello) spielten Mozarts "FlötenQuartett"

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Wasser rinnt durchs Sieb - eh kloar, aber ...

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... wird das Sieb direkt auf die Flaschenöffnung angedrückt, verbinden sich die Wassermoleküle und lassen nix mehr durch...

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... Spülmittel dazu und schon ist der Zusammenhalt...

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... der Wassermoleküle gebrochen ;(