Nicolas und Valerie untersuchen diesen Körper und seine Teile

© Heinz Wagner

Kiku
09/25/2019

Am schönsten war’s im schwabbeligen Bauch

Kinder-KURIER begleitete Kinder durch die neue Zoom-Ausstellung: „Von Kopf bis Fuß“

von Heinz Wagner

„Am schönsten war’s im Bauch“, sagen einige der Mädchen und Buben, die der Kinder-KURIER beim Durchgang durch die neue Mitmach-Ausstellung im Zoom-Kindermuseum begleiten durfte. „Weil der Boden so schön schwabbelig ist“, lautete ihre Begründung nach dem Besuch der Mittwochabend eröffneten Schau „Von Kopf bis Fuß“ (6- bis 12 Jahre, mindestens bis 23. Februar 2020).

Bei der langgestreckten Station über die Verdauung klettern die Kinder über die Zunge in die Mundhöhle, rutschen über die Speiseröhre in eben diesen eingangs beschriebenen wackeligen Magen. Animierte Videos zeigen und erklären, wie dort die gekauten, geschluckten Speisen zerlegt werden, was an wichtigen Nährstoffen dem ganzen Körper zugeführt wird und was und wie mit dem „Rest“ passiert. Von da geht’s weiter durch den Dünn- und danach den Dickdarm und hinaus durch das kleine Loch in den Haufen brauner Stoffwürste. Auch dieser Abschluss bereitete vielen der Kinder ziemlich vielen Spaß. Manche freuten sich daran, sich durch das kleine Loch zu zwängen. Andere hingegen reifen aus „Oh nein, ich will nicht ausgeschieden werden!“

Der Weg in den Mund hinein ...

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... auf der Zunge ...

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... Blick in die Mundhöhle vom Inneren des Körpers ...

... weiter durch die Speiseröhre ...

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... im schwabbeligen Magen ...

... werden die Speisen zerteilt ...

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... nein, da drin ist kein Akkordeon, aber das Bild symbolisiert das ziehharmonikaartige weiterschicken der verarbeiteten Teile ...

... weiter geht's in den Dünndarm ...

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... ein in den Dickdarm ...

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Was da und wo rauskommt, ist wohl klar ...

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Be-greifen

Wissen spielerisch vermitteln mit vielen Stationen zum Be-greifen (Hands on) im wahrsten Sinn des Wortes – das ist das Grundkonzept von Kindermuseen weltweit und natürlich damit auch vom Zoom im Wiener MuseumsQuartier. Der Bogen der informativen, lustvollen, interaktiven Wissensvermittlung spannt sich von der Zelle über die Haut, die schon ausführlich erwähnte Verdauung bis zu den Sinnesorganen aber auch diversen Beeinträchtigungen und Hilfsmitteln wie Prothesen. Nicht zu kurz kommen Stationen, die dem kindlichen Bewegungsdrang Raum geben – vom Turnen bis zum Körpertheater. In diesem geht’s vor allem um die Verbindung von Gefühlen und den möglichen körperlichen Ausdrucksformen – von der Freude bis zur Wut.

In einem kleinen Leporello - auch zum Mitnehmen - sind in einem kleinen gezeichneten Körper einzelne Teile hervorgehoben und benannt (Deutsch und Englisch) ...

Der Stoffkörper mit einigen Zipp-Verschlüssen ...

... um Knochen oder andere Teile rauszunehmen ...

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... beispielsweise Kopf auf,Hirn raus ...

... und selber aufgesetzt  ...

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Eine Kiste mit vielen Körperteilen, meist beschriftet, ob es sich um Leber, Milz, Lunge oder was auch immer handelt ...

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Austoben

Ein lebensgroßer Körper aus Stoff liegt auf einem Tisch bereit. An manchen Stellen lassen sich Körperteile durch Klett- oder Reißverschlüsse öffnen. Valerie und Nicolas untersuchen diesen ausführlich. Nicolas entnimmt den rechten Oberschenkelknochen, Valerie beim linken Unterarm die beiden Knochen heraus, von denen sie schon weiß, dass sie Speiche und Elle genannt werden. Besonders Spaß macht, das Stoff-Hirn mit seinen beiden Hälften aus dem Stoffkopf auszuborgen und sich’s mit Hilfe eines Gummibandes auf die eigene Stirn setzen.

In einer Kiste neben diesem ganzen Körper mit seinen „Innereien“ warten viele inneren Organe – von der Leber bis zur Milz, vom Herz bis zur Niere usw. – alle ebenfalls aus Stoff mit einem Klettverschluss – darauf auf Umhänge-Westen an die richtigen Körperstellen geklettet zu werden.

Turnen mit einem Video-Vorturn-Duo ...

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... im Körpertheater können Kinder Gefühle darstellen, die per Zufall über ein Glücksrad erdreht werden ...

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Es gibt auch einen Entspannungsraum zum völligen Relaxen ...

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Danke für die Lebensrettung

Besonders angetan waren Sirine, Ruben, Iko, Luis und Valerie von der Rettungs-Station. „Aber die war auch anstrengend.“ Über eine kleine Wippe in der Herzgegend und zwei Pumpen müssen in dem Fall mindestens vier Kinder gemeinsam den Blutkreislauf zum Leuchten bringen. Wenn sozusagen Herz richtig massiert und genug Luft zugeführt wird, ist auch Herzklopfen zu vernehmen und eine maschinelle Stimme sagt: „Danke, dass ihr mir das Leben gerettet habt. Ich heiße Franky und ich muss aufs Klo!“

Und wer sich über den eigenen Körper bewusster wird, kann auch auf seine Pflege – von der Ernährung über den notwendigen Schlaf bis zur Hygiene – besser achten. Aber auch vielleicht klarer erkennen, wo die Grenzen von Berührungen durch andere liegen und „Stopp!“ sagen, wenn’s unangenehm wird.

Mit der kleinen Wippe wird die Herzdruckmassage symbolisiert ...

... mit der händisch zu bedienenden Luftpumpe im Hitnergrund die Beatmung ...

... dann blinkt der Kreislauf ...

... wird's gut gemacht, leuchtet auch das Gehirn auf ...

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Wie könnte das Trommelfell im Ohr wohl besser symbolisiert werden als ...

... mit einer Trommel  ;)

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Im Rotzlabor ...

... gibt's eine zähflüssige Masse, die tatsächlich ein wenig an Rotz erinnert ...

... verrührt ...

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... portioniert ...

... und rauf auf die Nase ....

... und runterrinnen lassen ....

... nehmen sie die bunt dargestellten Bakterien mit und scheiden sie aus? ...

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... danach reinigen die Kinder ihre "Rotz"-Tassen selber ...

Von Kopf bis Fuß

26. September 2019 bis 23. Februar 2020

Beginnzeiten:
Di. und Mi.: 13.00, 14.30 Uhr, Do. und Fr.: 14.00, 15.30 Uhr
Sa., So., Feiertag und während der Ferien (außer Mo.): 10.00, 12.00, 14.00, 16.00 Uhr
Geschwistertermine (auch für Kinder unter 6 Jahren): Sa., So.: 10.00, 12.00 Uhr

Dauer: 1 ½ Stunden
Preise: Kinder: Eintritt frei; Erwachsene: 6 Euro
Telefon (Anmeldung dringend empfohlen): (01) 524 79 08
kindermuseum.at/

Team
Kuratierung: Christian Ganzer, Elisabeth Menasse-Wiesbauer
Produktion: Johannes Franz-Figeac
Szenografie: Tina Handl
Architektur: Michael Mathis / Deko Trend
Ausstellungsgrafik: Irmi Walli
Mit Beiträgen von: Gabie Baumann, Eloui, Dominikus Guggenberger, Nora Gutwenger, Michael Hammerschmid, Tina Handl, Chris Janka, Susi Jirkuff, Bert Löschner, Jan Machacek, Mathias Müller, Matthias Schoiswohl, Michi Silbergasser, Marion Stefan, Toxic Dreams

 

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