Gesund
12.02.2019

Virale Challenge mit heißem Wasser sorgt in USA für zahlreiche Verbrennungen

Die Eiseskälte macht es möglich, kochendes Wasser in Schneestaub zu verwandeln. Das ist aber nicht ungefährlich.

Die virale Challenge sorgt für beeindruckende Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken: Zu sehen sind Menschen, die kochendes Wasser in die Luft schütten. Aufgrund der ungewöhnlichen Minustemperaturen verwandelt es sich binnen Millisekunden zu einer riesigen Schneewolke. Zahlreiche Nachahmer probieren sich an der Challenge – und einige verletzen sich dabei schwer.

Starke Blasenbildung

Infolge des Versuchs kommt es immer wieder zu Verbrennungen und Verbrühungen. "Allein wir haben acht Patienten gesehen und sind wirklich überrascht, wie viele Menschen diese Challenge anstrebten und dabei leider scheiterten", sagte Arthur Sanford, Mediziner am Loyola University Medical Center nahe Chicago gegenüber CBS. Laut Sanford wurden die meisten Patienten wegen starker Blasenbildung aufgrund der Verbrühung behandelt. Eine Patientin muss möglicherweise noch nachsorglich operiert werden, da ihre Verletzungen so stark sind.

Jüngster Patient war erst drei

Der jüngste behandelte Patient war gerade einmal drei Jahre alt. "Es sind Erwachsene, die es tun. Es sind Kinder. Und es sind Kinder, die neben Erwachsenen stehen", so Sanford. "Wenn Sie sich für diese gefährliche Praxis entscheiden, stellen Sie sicher, dass sich niemand in Ihrer Nähe befindet."

Der Mediziner warnt vor der "Boiling Water Challenge". Aus seiner Sicht gibt es keinen sicheren Weg, das heiße Wasser in die Luft zu schütten.