Gesund
29.11.2018

US-Amerikaner: Bierbauch entpuppte sich als Tumor

Der Mann konnte sich nicht erklären, warum er am Bauch zunahm. Sein "Bierbauch" entpuppte sich schließlich als riesiger Tumor.

Es begann vor einigen Jahren: Hector Hernandez bemerkte, dass er plötzlich unkontrolliert an Gewicht zulegte. Dabei schien sich jedes weitere Gramm Fett an seiner Körpermitte zu sammeln. Das berichtet unter anderem die Washington Post.

Weil er nie sonderlich schlank oder figurbewusst gewesen war, dachte sich der heute 47-Jährige zunächst nicht viel dabei. Als er jedoch bemerkte, dass seine Arme und Beine schlanker wurden, während sein Bauch sich immer weiter vergrößerte, wurde er skeptisch.

Langer Weg zur Diagnose

Irgendwann wog der US-Amerikaner 136 Kilogramm. Auch Sodbrennen, Verstopfung und Atemnot machten ihm zu schaffen. In seinem Umfeld begann man seine Figur kritisch zu beäugen – Freunde und Familienmitglieder zogen ihn wegen seines " Bierbauches" auf.

Schlussendlich wandte sich Hernandez an einen Arzt. Dieser zerstreute seine Zweifel und wies ihn darauf hin, dass sich das Gewicht bei Menschen individuell verteilt. "Ich dachte, dass ich einfach fett bin", erinnert sich Hernandez im Interview mit der Washington Post.

Riesiger Tumor

Weil sich sein Gesundheitszustand nicht besserte, holte er kurze Zeit später eine zweite Meinung ein. Erst dann konnte die Diagnose gestellt werden: Sein Bierbauch entpuppte sich als 36 Kilogramm schwere Tumor, der über die Jahre auf eine enorme Größe angewachsen war.

Bei Hernandez' Tumor handelte es sich um ein sogenannten Liposarkom, ein seltener bösartiger Tumor des Weichteilgewebes, der gewebliche Merkmale von Fettzellen oder Fettzellvorstufen aufweist.

Im Sommer wurde die Wucherung im Rahmen einer mehrstündigen Operation entfernt. "Das ist wahrscheinlich der größte Tumor, den ich jemals entfernt habe", sagte William Tseng, der mit dem Eingriff betraute Chirurg, zur Washington Post. Trotz des hohen Risikos für Komplikationen sei der Eingriff reibungslos verlaufen.

"Hatte Glück"

Tseng zufolge sei bei Hernandez auch keine weiterführende Behandlung mittels Chemotherapie oder Bestrahlung notwendig. Lediglich zu regelmäßigen Nachuntersuchungen muss der Mann erscheinen, damit sein Zustand überwacht werden kann.

"Ich hatte wirklich Glück", sagte Hernandez im Interview. Er sei zwar noch nicht zu 100 Prozent fit, dennoch fühle er sich mittlerweile "völlig anders, energischer und viel, viel leichter".