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Gesund
02/10/2019

Ist ein späterer Schulbeginn positiv für Teenager?

Der Schlaf-Wach-Rhythmus von Jugendlichen unterscheidet sich von jenem von Erwachsenen.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus von Teenagern ist offenbar nicht fürs frühe Aufstehen und einen zeitigen Schulbeginn gemacht. Das beschäftigt nicht nur genervte Jugendliche und deren in Mitleidenschaft gezogene Eltern, sondern auch die Wissenschaft.

Auswirkungen auf Schulerfolg?

Die Experten für Public Health des Portals www.medizin-transparent.at an der Donau-Uni Krems haben nach dem aktuellen Stand des Wissens gefragt: Tatsächlich haben Forscher untersucht, ob ein späterer Schulbeginn für Jugendliche positive Wirkungen nach sich zieht. Dabei wurde ein früher mit einem späten Schulbeginn verglichen – samt Auswertungen, wie sich die Schulstart-Uhrzeit auf Schulerfolg, seelische Gesundheit oder Wachheit der Jugendlichen auswirkt.

Keine eindeutigen Ergebnisse

Obwohl knapp 300.000 Testpersonen an den Untersuchungen mitwirkten, lassen sich aus der Forschung keine eindeutigen Ergebnisse ableiten. Sie können die Forderung nach einem späteren Schulbeginn nicht untermauern. Denn die Studien hatten oft methodische Probleme und kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Unerwünschte Effekte besser erforschen

Allerdings schließt dies nicht aus, dass ein späterer Schulbeginn sinnvoll sein könnte – vielleicht lässt sich in Zukunft der Nutzen mit Hilfe besserer Untersuchungen zeigen.

Besser erforscht gehören auch eventuelle unerwünschte Effekte: etwa wenn Eltern früher als ihre Kinder zur Arbeit aufbrechen müssen und es kein gemeinsames Frühstück mehr gibt. Oder, dass dann der Unterricht später endet und für Sport, Musikunterricht oder andere Nachmittagsaktivitäten weniger Zeit bleibt.

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