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Gesund
01/08/2019

Chemotherapie: Zwei von fünf Frauen verlieren Haare dauerhaft

Ein großer Teil der in einer aktuellen Studie untersuchten Frauen litt auch drei Jahre nach Behandlung unter Haarausfall.

Vielen ist bekannt, dass bei einer Chemotherapie die Haare ausfallen. Meist wachsen die Haare nach Beendigung der Therapie wieder nach. Doch was Wenige wissen ist, dass der Haarausfall auch anhalten kann. Forscher aus den USA und Korea berichten in einer aktuellen Studie davon, dass auch drei Jahre nach der Chemotherapie mehr als 40 Prozent der Patientinnen noch unter Haarausfall litten.

Die Wissenschaftler untersuchten Frauen mit Brustkrebs im frühen und weiter fortgeschrittenem Stadium (Stadium I bis III), die zwischen Februar 2012 und Juli 2013 nach operativer Entfernung ihres Tumors eine Chemotherapie erhalten hatten. Sie wurden über drei Jahre beobachtet.

Haarverlust auch drei Jahre nach Therapie

Das Ergebnis: 40 Prozent der Frauen litten auch sechs Monate nach der Chemotherapie-Behandlung unter dauerhaftem Haarverlust. Nach drei Jahren waren es 42 Prozent. In den meisten Fällen wuchsen die Haare nicht ausreichend nach. Vor allem Frauen, deren Chemotherapie ein Medikament aus der Gruppe der Taxane enthielt, waren von dauerhaftem Haarverlust betroffen.

Weitere Probleme mit den Haaren, von denen Patientinnen nach drei Jahren berichteten waren vor allem dünnes Haar (75%), vermindertes Volumen (54%), allgemeiner, nicht dauerhafter Haarausfall (35%) und graues Haar (35%).

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Patientinnen bereits früh über die möglichen Folgen der Chemotherapie aufgeklärt und beraten werden sollten. So können sie bereits früh Strategien erlernen, mit dem Haarverlust umzugehen, sodass Einbußen der Lebensqualität vermieden werden.