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Gesund
11/21/2019

Als Wechseljahre gedeutet: Frau stirbt beinahe an Blutvergiftung

Die als Wechselbeschwerden verkannten Symptome brachten die US-Amerikanerin in Lebensgefahr.

Jessica Middour war gerade dabei, ihre Mutter zu einem Operationstermin ins Krankenhaus zu bringen, als bei ihr plötzlich Schweißausbrüche und allgemeines Unwohlsein einsetzten. Anstatt die Symptome ernst zu nehmen, tat die die 46-Jährige diese als Wechselbeschwerden ab.

Kurz Zeit später – als sie zusammen mit ihrer Mutter bereits in der Klinik angekommen war – verlor die US-Amerikanerin aus dem Bundestattat Pennsylvania das Bewusstsein und musste in die Notaufnahme des Spitals eingeliefert werde. Dort stellte man die Diagnose: Eine verschleppte Harnwegsentzündung hatte sich zur Blutvergiftung (Sepsis) entwickelt.

"Die Krankenschwester meiner Mutter bemerkte, dass ich schwitzte und schlecht aussah, und sagte, ich solle in die Notaufnahme unten gehen, aber ich hörte nicht zu, bis ich versuchte aufzustehen und direkt wieder zusammensackte", wird Middour von Yahoo News zitiert.

Lebensbedrohliche Erkrankung

Eine Sepsis ist eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung des Kreislaufs und der Organe. Es werden Infektionserregern ins Blut eingeschleppt, wo sie sich vermehren und ihre Gifte im Körper verbreiten können. Infolge kommt es zu einer schweren Immunreaktion.

Middour musste schließlich auf die Intensivstation gebracht werden, wo sie unter engmaschiger Kontrolle mit medikamentöser Infusionstherapie behandelt wurde. Nach einer Woche im Krankenhaus kehrte Middour nach Hause und in die Arbeit zurück, bevor sie sechs Monate später erneut von denselben Symptomen heimgesucht wurde.

Die Ärzte stellten fest, dass sie sich wieder eine schwere Sepsis zugezogen hatte, die abermals durch eine Harnwegsinfektion ausgelöst worden war. Im Jänner 2017 war sie erneut von einer lebensbedrohlichen Infektion betroffen. "Dieses Mal verabschiedete ich mich von meiner Familie, weil ich mir sicher war, dass ich kein drittes Mal Glück haben würde", erinnert sie sich. Doch sie überlebte erneut.

Mit ihrer Geschichte ging Middour nun an die Öffentlichkeit, um andere Frauen zu warnen: "Jedes Mal war es das Ergebnis einer Harnwegsinfektion, etwas, das bei so vielen Frauen so häufig vorkommt", so Middour.

Post-Sepsis-Syndrom

Obwohl sie die beinahe tödlichen Infektionen drei Mal überlebt hat, sagt sie, bis heute an einem "Post-Sepsis-Syndrom" zu leiden. "Ich musste meinen Job kündigen, weil die Nebenwirkungen einer dreifachen Sepsis einfach zu stark sind. Ich bin ständig müde, ich habe andauernde Gelenkschmerzen, ich habe das Gefühl in meinen Zehen verloren und ich kann einfache Probleme oder Aufgaben nicht lösen, wie ich es früher konnte."

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