Zuchtfische: Herkunft wissenschaft­lich beweisbar

Alpenlachs Soravia GmbH/APA-FotoWien - Im Zuge des Steiermarkfrühlings wurde am Freitag, dem 13. April, am Rathausplatz in Wien ein neuartiges Verfahren zur Ermittlung der Herkunft von Fischen präsentiert. Alpenlachs® wendet zur Absicherung der Konsumente
Foto: Alpenlachs Soravia GmbH/APA-Foto

Ein neues Verfahren macht es möglich, die Herkunft eines Fisches zweifelsfrei zurückzuverfolgen.

Alpenlachs Soravia GmbH/APA-FotoWien - Im Zuge des Steiermarkfrühlings wurde am Freitag, dem 13. April, am Rathausplatz in Wien ein neuartiges Verfahren zur Ermittlung der Herkunft von Fischen präsentiert. Alpenlachs® wendet zur Absicherung der Konsumente Foto: Alpenlachs Soravia GmbH/APA-Foto Appetitlich: Bei einer Presse-Konferenz des Zuchtunernehmens "Alpenlachs" servierte Happen vom Saibling.

Woher kommt der Zuchtsüßwasserfisch jetzt genau, den wir uns gerade in die Pfanne hauen? Eine Frage, die man sich lieber nicht stellt, damit der Appetit nicht flöten geht. Kommt der Fisch aus österreichischen Gewässern, ist es meistens okay. In Österreich sind die Zuchtmethoden anders als in den Nachbarländern oder anderen Regionen, wo Forelle und Saibling ebenfalls gezüchtet werden. Man könnte auch sagen: In Österreich haben es die Fische besser. Kaltes, klares Wasser, mehr Raum, besseres Futter. Bis jetzt war es aber schwer, den Weg beispielsweise einer Zuchtforelle oder eines Zuchtsaiblings zurückzuverfolgen. Die Wissenschaft hat jetzt eine Methode entwickelt, die das ermöglicht.

Das Unternehmen Alpenlachs wendet zur Absicherung der Konsumenten erstmalig in einer Kooperation mit der Universität für Bodenkultur, Wien, diese Methode an, die belegt, dass der angebotene Fisch tatsächlich in einer bestimmten Fischzucht großgezogen wurde und seinen gesamten Lebenszyklus in Österreich verbracht hat. Thomas Prohaska, Professor für analytische Chemie an der Universität für Bodenkultur (BOKU), erklärt: "Mit dieser Methode ist es jetzt möglich, in der Fischproduktion mit Sicherheit die Herkunft zu bestimmen." Hört der Fischfan gerne.

So funktioniert die Methode: Fische nehmen aus dem sie umgebenden Wasser permanent chemische Informationen auf. Diese werden dann vor allem in konzentrisch wachsenden Hartteilen chronologisch abgelagert. Von spezieller Bedeutung sind hierbei die sogenannten Gehörsteine ("Otolithen") von Fischen, die über das ganze Leben eines Fisches die Umgebungsinformationen speichern. Mittels geeigneter Methoden der analytischen Chemie - wie der Laser-Ablations-Induktiv-Gekoppelten-Plasma-Massenspektrometrie - können diese herausgelesen werden. Die somit gewonnenen mikrochemischen Informationen ermöglichen es, Rückschlüsse auf die im Laufe eines Lebens aufgesuchten Lebensräume zu ziehen.

 

(kurier / red) Erstellt am
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