Weinschule, Folge 8: Wien

Blick vom Nussberg auf Wien.
Foto: ÖWM, Faber

Entdecken Sie mit Vinorama.at und KURIER.at das Weinbaugebiet Wien - zwischen Heurigentradition und modernem Weinbau.


Es wird a Wein sein …" so der Refrain eines bekannten Wienerliedes. Welchen Stellenwert der Wiener Wein hat, zeigt aber nicht nur dieses Liedgut und die nach wie vor wichtige Wiener Heurigenkultur, sondern auch die steil nach oben zeigende Erfolgskurve des Wiener Weins in den letzten Jahren.

Wien blickt, wie keine andere Metropole der Welt, auf eine jahrhundertelange Weinbaugeschichte zurück. Bereits zur Zeit der Kelten wurde auf dem geschichtsträchtigen Boden Wein angebaut und auch die Römer wussten die Weingebiete in und um Wien, bzw. das damalige "Vindobona", zu schätzen und zu nutzen. Nachweisbar ist der Wiener Weinbau erstmals ab 1132. Wurde im Mittelalter noch in allen Bezirken der Stadt Wein angebaut, so verlagerte sich der Schwerpunkt der Rebkultur nach und nach in die äußeren Bezirke. Heute gedeiht der Wiener Wein hauptsächlich in den Vororten und am Stadtrand. Dort findet man auch die traditionellen Wiener Heurigen, die als identitätsstiftend für die Stadt und die Kultur in erster Linie der Genusskultur gesehen werden können. Manche sehen sie allerdings als Hemmnis für die Umsätze, wird doch nur für den Hausgebrauch produziert. Genau in diesem Dualismus haben die Winzer aber ihre Chance entdeckt, direkten Kundenkontakt zu pflegen, der von unermesslichem Wert ist.

Auf den rund 700 Hektar Rebfläche wird heute ein moderner und zukunftsorientierter Weinbau betrieben. Hervorzuheben wäre an dieser Stelle die WienWein-Gruppe, die sich seit rund vier Jahren in den Dienst des Wiener Weins gestellt hat. Wiens führende Winzergruppe ist kürzlich um zwei Vorzeige-Betriebe gewachsen - und vereint umso mehr die Spitze des Wiener Weinbaus. Rainer Christ, Michael Edlmoser, Fritz Wieninger und Richard Zahel werden zukünftig gemeinsam mit dem Weingut Cobenzl und Mayer am Pfarrplatz die Qualität und den Ruf des Wiener Weins weiter stärken.

Dass das Weinbaugebiet selbstbewusst auftritt, wird alljährlich beim Wiener Weinpreis gezeigt. Im Rahmen der Landesweinbewertung wird der Wiener Wein auf einzigartige Weise in Szene gesetzt und dem weininteressierten Publikum präsentiert.

Blick vom Nussberg auf Wien. Foto: ÖWM, Faber Blick vom Nussberg auf Wien.

Kosten Sie sich durch die Wiener Weinvielfalt - KURIER.at und Vinorama.at präsentieren Ihnen im Rahmen der Weinschule vier ausgesuchte Winzer mit ihren Weinen. Im Wien-Weinpaket finden sich ein fruchtbetonter Wiener Gemischter Satz vom Weingut Zahel, eine vom klassischen Gemischten Satz inspirierte Weißwein-Cuvée Wien.1 vom Weingut Pfaffl, der Vollmondwein vom Weingut Christ sowie ein animierender Chardonnay Classic vom Weingut Wieninger.

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Geprägt vom städtischen Umfeld sieht sich der Wiener Weinbau oft mit der "Bedrohung" durch die Stadtentwicklung, im Konkreten dem "Bau-Boom", konfrontiert. Daher unterliegen die Weingärten der Bundeshauptstadt strengen Schutzbestimmungen, die den Erhalt der Kulturflächen sichern sollten. Denn: Der Weinbau verleiht dem Wiener Stadt- und Landschaftsbild einen einzigartigen Charakter.

Dort, wo heute in Wien Wein angebaut wird, lag einst das Küstengebiet des Urmeeres. Die Kalkablagerungen aus Korallen und Muscheln - etwa am Nussberg - sind bis heute prägend für den Charakter der Weine. Die Donau gilt als wichtiger Faktor in klimatischer Hinsicht - der Fluss wirkt temperaturausgleichend und beeinflusst den Luftstrom vom Osten her. Ein weiterer klimatischer Einfluss stellt die von Osten kommende pannonische Strömung dar, im Westen ist das Weinbaugebiet kontinental geprägt. Der Wienerwald und die letzten Ausläufer der Alpen fungieren in erster Linie als Windschutz. Die Wiener Lagen sind Großteils nach Süden bzw. Südwesten ausgerichtet, was - in Kombination mit der Hangneigung - eine optimale Sonneneinstrahlung zur Folge hat.

Das Weinbaugebiet Wien weist keine einheitliche Bodenbeschaffenheit auf. Der Bisamberg ist charakterisiert durch unterschiedlich dichte Lehmböden mit Sand, teilweise Schotter. Am Nussberg findet man verschiedene Bodentypen während im Süden von Wien, etwa in Mauer, tiefgründige und schwere Böden vorherrschen, die die idealen Voraussetzungen für Rotweine bringen.

Blick vom Nussberg auf Wien. Foto: ÖWM, Faber Blick vom Nussberg auf Wien.

In Dornbach gedeiht auf der rund sieben Hektar großen Einzellage der so genannte "Alsegger". Der feine, elegante Riesling profitiert von den Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperaturen, die in dieser Lage auftreten.

In Heiligenstadt, Nussdorf, Grinzing, Sievering und Neustift am Walde werden an den Hängen des Kahlenbergs, des Leopoldsbergs und des Nussbergs Riesling, Chardonnay und Weißburgunder auf den meist sehr kalkreichen Böden angebaut. Besonders erwähnenswert sind hier folgende Lagen: Reisenberg in Grinzing, wo der typische "Grinzinger" gedeiht - allesamt Weißweine mit besonderem Charakter. In Neustift sind die Rieden Mittelbergen und Neubergen zu nennen, wo feine Weine mit hoher Reife gedeihen. Der Nussberg kann als absolute Spitzenlage Wiens bezeichnet werden. Rieslinge und Weißburgunder finden hier aufgrund der klimatischen Bedingungen und Bodenbeschaffenheiten ideale Voraussetzungen vor.

Im Süden Wiens mit den Orten Mauer, Rodaun und Oberlaa sind Schwarzerdeböden zu finden. Hier werden kraftvolle Weißweine und opulente Rotwein-Cuvées gekeltert. Der Maurerberg stellt hier eine besondere Lage dar. Dort gedeihen auf den tiefgründigen Böden mit hoher Wasserspeicherkapazität in erster Linie Rotweine.

Die Lagen am Bisamberg nördlich der Donau - bewirtschaftet von Winzern aus Strebersdorf, Stammersdorf und Jedlersdorf - sind günstig für die Rebsorten der Burgunderfamilie. Am Jungenberg gedeihen vollmundige und kräftige Weißweine, die eine hohe Reife benötigen, aber auch für Rotweine ist die Lage geeignet. Weiters erwähnenswert sind die Lagen Lange Wiestalen und Gabrissen.

Eine besondere "Kleinst-Lage" findet man am Schwarzenbergplatz, mitten im Stadtzentrum. Der kleine Weingarten bringt jährlich nur wenige Flaschen hervor, die dann für einen guten Zweck versteigert werden.

Ursprünglich waren die Wiener Weine weder nach Rieden noch nach Rebsorten unterteilt, sondern nach "Stadtteilen" - man bestellte etwa einen "Alsegger" oder "Sieveringer". Heute sind die Rebsorten tonangebend, davon können Riesling und Weißburgunder als Wiener Klassiker bezeichnet werden. Auch der Grüne Veltliner ist von Bedeutung. Die Sorten Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller und Chardonnay werden ebenfalls angebaut. Seine Renaissance feiert der Wiener Gemischte Satz, der als ein Stück trinkbare Wiener Identität gilt.

Auch am Rotweinsektor zeigt die Entwicklungskurve steil nach oben - besonders St. Laurent, Zweigelt und Blauburgunder, eher in der Minderheit: Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah

Der Wiener Gemischte Satz - Eine Besonderheit der Wiener Weinkultur ist der Gemischte Satz. Für diesen besonderen Tropfen werden im Weingarten verschiedene Rebsorten gemeinsam ausgepflanzt und auch geerntet bzw. zu Wein verarbeitet. War der Gemischte Satz einst als "Mittel zum Zweck" nämlich der Risikominderung bei ungleichmäßigen Erntebedingungen gedacht, so erfreut sich der Wein heute wieder großer Beliebtheit und gilt als Fixum im Repertoire der Wiener Winzer.

Blick vom Nussberg auf Wien. Foto: ÖWM, Faber Blick vom Nussberg auf Wien.

Vier ausgesuchte Winzer und ihre Weine werden Ihnen in der achten Folge der Weinschule vorgestellt: Ein fruchtbetonter Wiener Gemischter Satz vom Weingut Zahel, eine vom klassischen Gemischten Satz inspirierte Weißwein-Cuvée Wien.1 vom Weingut Pfaffl, der Vollmondwein vom Weingut Christ sowie ein animierender Chardonnay Classic vom Weingut Wieninger.


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