Thunfisch um 566.000 Euro versteigert

Um einen Rekordpreis wurde ein Blauflossenthunfisch in Japan versteigert. Plus: Essen und Trinken um viel Geld.

Rekordpreis für Blauflossenthunfisch
Ein Thunfisch hat auf dem weltgrößten Fischmarkt Tsukiji in Tokio bei der ersten Versteigerung des Jahres einen Rekordpreis von umgerechnet 566.000 Euro (56,5 Millionen Yen) erzielt. Der Blauflossenthunfisch wiegt nach Medienberichten vom Donnerstag 269 Kilogramm, etwa doppelt so viel wie ein durchschnittlicher japanischer Sumo-Ringer. dass die Menschen in Japan, nicht die im Ausland, den besten Thunfisch zu essen bekommen, wurde der Restaurantbesitzer zitiert. Der Fisch ist auch in anderen asiatischen Ländern wie China beliebt.
Im Bild: Thunfische (Symbolbild). Fischer hatten das Tier im Norden vor Japans Hauptinsel Honshu gefangen.  Japan gilt als größtes Abnehmerland des vom Aussterben bedrohten  Thunfisches. Der in Tokio versteigerte Thunfisch wird über einen  Großhändler an die japanische Restaurant-Kette Sushi Zanmai geliefert.  Er wolle, dass die Menschen in Japan, nicht die im Ausland, den besten Thunfisch zu essen bekommen, wurde der Restaurantbesitzer zitiert. Der Fisch ist auch in anderen asiatischen Ländern wie China beliebt.
Doch der Thunfisch ist nicht die einzige Ware, die hohe Summen erzielte. Lesen Sie hier was es noch um viel Geld zu Essen und zu Trinken gibt.
Im Bild: Thunfisch (Symbolbild).  Whiskey und das englische Königshaus. Zwei Dinge, die zu Großbritannien gehören wie sonst keine. So verwundert es eigentlich überhaupt keinen, dass es zum Regierungsjubiläum von Queen Elisabeth II eine Jubläums-Edition eines berühmten englischen Whiskey-Erzeugers geben wird. Das Label Johnnie Walker gehört zu den bekanntesten Marken der Welt. Die Company wird im kommenden Jahr 60 Flaschen edelsten Whiskey auf den Markt bringen. Preis pro Flasche: 100.000 Pfund (112.000 Euro). Die Jubiläumsflaschen aus Bleikristall sind mit einem halbkarätigen Diamanten und einem silbernen Siegel versehen. Der Whiskey sei 1952, im Jahr der Thronbesteigung Elizabeths, gebrannt worden, teilte die Muttergesellschaft der Brennerei, der Getränkekonzern Diageo, am Dienstag mit. Der edle Tropfen lagert seit seiner Herstellung in einem Fass aus englischer Eiche. Er wird am 6. Februar, dem Jahrestag der Thronbesteigung, in nummerierte Flaschen gefüllt. 57 davon sollen an Stammkunden der Brennerei verkauft werden. Die Flaschen mit den Nummern 1, 8 und 60 sollen versteigert werden. Der gesamte Erlös aus Verkauf und Versteigerung, mindestens aber eine Million Pfund, werde einer Wohltätigkeitsorganisation gespendet. 60 Jahre Regentschaft, 60 Jahre Disziplin: die englische Königin. Man darf annehmen, dass sie beim Whiskey-Konsum nie über die Stränge gehauen hat. Guter Whiskey ist im englischen Königshaus beliebt. Hier Prinz Charles bei einer Malt-Verkostung.   Und weiter geht es gleich zum selben Thema: Whiskey Hochprozentiger Rekord: Erstmals ist für eine Flasche Whisky ein sechsstelliger Preis bezahlt worden - zumindest behauptet das die Dalmore-Destillerie in Schottland. Ein wohlhabender Whisky-Liebhaber in den USA und ein bekannter Whisky-Investor in Großbritannien sollen demnach die beiden Gebinde des 64 Jahre alten Tröpfchens, der "Trinitas" getauft wurde, um je 100.000 britische Pfund erworben haben. Hauptgrund dafür dürfte die Tatsache gewesen sein, dass nur drei Flaschen produziert worden waren. Die dritte Flasche der kostbaren Spirituose werde auf der Londoner Whisky Show Ende Oktober verkauft, hieß es in einer Aussendung der Dalmore-Destillerie.  "Trinitas" soll einige der ältesten und seltensten Whiskysorten der Welt enthalten, die zum Teil seit mehr als 140 Jahren in der Destillerie (Bild) an den Ufern des Cromarty Firth in den schottischen Highlands reifen. Dalmores bekannter Master Destillateur Richard Paterson hat diese exklusive Mischung dank seines einzigartigen Fachwissens kreiert. Dabei sei es ihm nicht um neue Weltrekorde gegangen - er wollte einfach nur den besten Whisky produzieren, den man mit Geld kaufen kann, sagte Paterson: "Die Zeit hat es gut gemeint mit diesen Whiskysorten, und ich konnte hervorragend gereifte Produkte auswählen. So konnte ich eine einmalige geschmackliche Sensation kreieren, die nur den Besitzern dieser Flaschen zur Verfügung steht. Das ist unbezahlbar." "So ein Käse" mögen sich einige sagen, aber Martin Blunos ist das Ganze alles andere als Wurst: Der Koch will unbedingt das teuerste Käsebrot der Welt schmieren und damit ins Guinness Buch der Rekorde kommen. Die Zutaten: Cheddar-Käse, weiße Trüffel und Goldstaub. Bei einer Käse-Schau in der englischen Grafschaft Somerset stellte Blunos sein 110,59 Pfund (etwa 134 Euro) teures Sandwich vor, wie der Sender BBC  berichtete ... In eine Frühstücksbox passt der zweistöckige Snack allerdings nicht mehr. Bisher gibt es noch keinen Rekord für das teuerste Käsesandwich, Blunos hat inzwischen seine Bewerbung eingereicht. Das teuerste Sandwich allgemein wurde in einem Hotel in der englischen Grafschaft Berkshire für 100 Pfund angeboten, allerdings ist es ein Schinkenbrot.  Im Bild: Der deutsche Entertainer widmete dem Käsebrot sogar einen Song ... Feinschmecker können in diesem Jahr wieder den teuersten Kaviar der Welt genießen. Die UN-Artenschutzbehörde CITES teilte mit, dass sich die Anrainer-Staaten des Kaspischen Meers auf neue Exportquoten für Beluga-Kaviar geeinigt hätten. Im vergangenen Jahr konnte im Bezug auf die Quoten keine Einigung erzielt werden, weshalb der Handel mit der Delikatesse ausgesetzt wurde. Iran, Aserbaidschan, Kasachstan, Russland und Turkmenistan produzieren zusammen den überwiegenden Teil des weltweit verzehrten Kaviars, der aus den Eiern des Störs gewonnen wird. Nach dem Ende der Sowjetunion hatte die Kaviar-Fischerei geboomt, weshalb die Störe nach wenigen Jahren bereits vom Aussterben bedroht waren. Die UN-Artenschutzbehörde kontrolliert die Kaviar-Fischerei seit dem Jahr 1998. Kaviar  - im Speziellen der Beluga - gilt nicht zu Unrecht als das "schwarze Gold". Die Fischeier können bis zu 8000 Euro pro Kilo kosten. Der teuerste Kaviar der Welt ist der Almas Beluga Kaviar. Der Name "Almas" kommt aus dem Russischen und bedeutet übersetzt Diamant. Und mit umgerechnet ca. 37.000 Euro pro Kilogramm ist der Kaviar auch gleich teuer wie die edlen Steine. Wer die Stör-Eier gerne günstiger kaufen möchte, kann sich am hiesigen Supermarktregal bedienen. Das ultimative Genuss-Erlebnis ist aber bei billigen Produkten leider selten inklusive. Dekadent: Ein paniertes Schnitzel überzogen mit 24-karätigem Blattgold konnten zahlungskräftige Genießer in der Düsseldorfer Altstadt verzehren - in einem Selbstbedienungsrestaurant. Das "goldene Kaiserschnitzel", überzogen mit einer Paste aus weißer Alba-Trüffel und der Goldschicht, oben drauf mit schwarzem Sommertrüffel, dürfte mit einem Preis von 150 Euro wohl zu den teuersten Speisen der Welt zählen. Das eigentlich Teure an dem Kalbsschnitzel sei nicht das Gold, sondern die Alba-Trüffel (3000 Euro pro Kilogramm), von der einige Gramm für die Paste verbraucht würden, sagt Thomas Huber, Mitglied der Geschäftsleitung der Schnitzel-Restaurantkette. Dagegen würden vom Blattgold nur mehrere Milligramm gebraucht. Eine geschmackliche Entdeckung ist das Edelmetall dabei nicht. "Gold schmeckt nach nichts", sagt Huber. Seit drei Jahren ist das Schnitzel auf der Karte, aber erst jetzt hat Huber sich getraut, die Öffentlichkeit auf das Luxus-Schnitzel aufmerksam zu machen. Zu den teuersten Speisen der Welt, gehört auch dieses Sandwich mit Edelrindfleisch, Foie Gras und Trüffel - Mahlzeit! Herkömmliches Rindfleisch? Nicht bei uns! Bei dem hier abgebildeten handelt es sich nämlich um das edle Kobe oder Wagyu Rind. Handmassiert und zu Lebzeiten nur mit dem feinsten Futter versorgt kommt es mit einem Preis von bis zu 300 Euro pro Kilo auf den Tisch. Das fettarme, zart marmorierte Fleisch weist zudem den geringsten Anteil an gesättigten Fettsäuren aller Rinderrassen auf. Kreative Köche verwenden es gerne dazu, um Gerichte wie den teuersten Burger um über 100 Dollar, wie hier in Tokyo, zu kreieren. Schwein gehabt! Mit diesem Exemplar ist jedenfalls Genuss garantiert, denn sein Schinken, der Joselito Jamón Ibérico de Bellota Gran Reserva gilt als der beste Schinken der Welt. Mit 25 Euro pro hundert Gramm sollte er auch jeden Cent wert sein. Für all jene, die die Gefahr lieben, haben wir diesen Fisch auf der Speisekarte. Fugu oder Kugelfisch gilt als gefährliche, aber besonders exklusive Spezialität. Das runde Flossentier hat jedoch einen Haken – das in Haut und Innereien enthaltene Gift ist für Menschen tödlich. Noch immer sterben jährlich etwa fünf Japaner an den Folgen des Kugelfisch-Genusses. Aufgrund der giftigen Bestandteile ist die Ausbildung zum Fugu-Meister höchst komplex. Diese "Exklusivität" schlägt sich im Preis nieder. Ein Gericht kommt auf rund 100 Euro. Wem`s also angesichts des Giftes nicht den Appetit verschlägt,  der darf beim essbaren Nervenkitzel gerne zulangen. Weniger giftig, aber umso teurer ist Safran. Das Gewürz aus den Blütenstempeln einer speziellen Krokusart war lange Zeit wertvoller als Gold und ist auch heute noch einiges wert. Zwischen fünf und und zwölf Euro kostet ein Gramm des edlen Gewürzes - je nach Herkunftsland und Anbaubedingungen. Ein Kilo kostet demnach bis zu 12.000 Euro. Ebenfalls kein Schnäppchen ist Trüffel. Im Besonderen für weiße Trüffel muss man tief in die Tasche greifen. Ein Kilo davon kostet zwischen 9000 und 15.000 Euro. Der Preis variiert aber je nach Vorkommen und Nachfrage. Ein entscheidendes Kriterium für den Preis der Trüffel ist die Größe. Bei besonders großen Exemplaren können Auktionspreise von über 100.000 Euro erzielt werden.   Im Bild: Der österreichische Trüffel-Zücheter Alexander Urban mit dem ersten Trüffel "made in Austria". Und zum Dessert gibt`s stilecht und wie es sich für noble Kreise gehört mit Diamanten besetzte Gold-Pralinen. Eine Box der Chocouture Diamond Collection mit neun Pralinen ist für 60 Dollar zu haben, 16 Stück kosten 105 Dollar. Es empfiehlt sich nur, die Steine vor dem Verzehr zu entfernen, sonst müsste man die Zahnarztrechnung ebenfalls mitberechnen. Keine Angst! Dieses Tier - genauer diese Katze - ist nicht zum Verzehr geeignet. Vielmehr das, was die exotischen Schleichkatzen "hinterlassen" ist von kulinarischem Interesse ... Um das Geheimnis rund um das possierliche Tier zu lüften: Es geht um den teuersten Kaffee der Welt, den Zibet Kaffee oder Kopi Luwak. Die Katze frisst die Kaffeekirschen und durch den "Fermentierungsprozess" im "Inneren" des Tieres bekommt dieser ein "besonderes Aroma". Ein Kilo des außergewöhnlichen Katzen-Kaffees kann über 1000 Euro kosten. Er ist aber aufgrund des "schwierigen Anbaus" Mangelware und nur sehr selten zu bekommen. Ein Traum aus Schaum -  angestoßen wird selbstverständlich mit Champagner. Der edle Sprudel aus Frankreich gilt weltweit als Getränk der oberen Zehntausend und ist demensprechend kostenintensiv. Tausende von Euros werden jährlich in den prickelnden Genuss investiert - mit 5000 Euro pro Flasche ist man dabei. Teure Whiskys gibt es mittlerweile einige. Flaschenpreise zwischen 2000 und 5000 Euro sind da keine Seltenheit. Teure Tropfen finden sich natürlich auch am Weinmarkt. Vor allem das französische Weingut Château Mouton-Rothschild kann mit besonders edlen Weinen aufwarten. Tipp: Der 1945 Jahrgang ist unter Sammlern besonders beliebt. Auch für Süßweine vom Château d’Yquem aus dem Sauternes müssen Sie tief in die Tasche greifen. 27.321 ist nicht bloß eine Zahl, sondern auch der Name des teuersten Cocktails der Welt, der umgerechnet 4690 Euro kostet. Eingeschenkt wird er in Dubais berühmtem Nobelhotel Burj al Arab. Der Preis resultiert aus den besonders edlen Zutaten wie etwa 55-jährigem Whisky. Wer es lieber antialkoholisch mag wird hier fündig - in der Antarktis. Sie müssen aber nicht persönlich dorthin reisen, um eines der teuersten Wasser der Welt zu genießen ... Das füllen die beiden Chefs der The Cape Grim Water Company in Flaschen. Konkret handelt es sich dabei um Regenwasser aus der Antarktis, das in Tasmanien aufgefangen wird. Das angeblich reinste Wasser der Welt wird auch als "Freudentränen der Engel" bezeichnet und kostet ein Vielfaches von herkömmlichem Leitungswasser, das mit einem Cent für acht Liter wirklich billig ist. Auch das "bling"-Wasser kommt mit rund 100 Euro je 0,75 Liter teuer zu stehen. Der Preis kommt aber nicht vom Inhalt als vielmerh von der opulenten Swarovski- Kristall-Dekoration. Das vermutlich teuerste Wasser der Welt finden Durstige mit dem nötigen Kleingeld in Japan. Das klare Edelwasser "Rokko No Mizu" aus dem Rokko-Gebirge kann man um erfrischende 124 Euro pro Liter genießen.

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(KURIER.at, APA, lyk / ar, Marion Topitschnig) Erstellt am
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